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Feuerwehr Kobbeln besteht 90 Jahre / Neues Auto gewünscht

Handdruckspritze war erstes Löschgerät

Gratulation: Sandro Lehmann (l.) von der Freiwilligen Feuerwehr Krayne beglückwünscht den Kobbelner Ortswehrführer Maik Lehmann und überreicht ihm "Löschwasser" im Fass.
Gratulation: Sandro Lehmann (l.) von der Freiwilligen Feuerwehr Krayne beglückwünscht den Kobbelner Ortswehrführer Maik Lehmann und überreicht ihm "Löschwasser" im Fass. © Foto: Jana Pozar
Jana Pozar / 18.06.2014, 05:12 Uhr
Kobbeln (MOZ) Immer im Einsatz sind die Feuerwehrleute jedes Ortes. In Kobbeln steht die Freiwillige Feuerwehr seit 90 Jahren den Einwohnern zur Seite. Egal, ob Feuer, Unfall oder Wasserschaden - die Floriansjünger sind jederzeit zur Hilfeleistung bereit.

90 Jahre Feuerwehr - das durften die Kobbelner Feuerwehrleute jetzt mit dem 22. Neuzeller Amtsausscheid feiern. Brandbekämpfer aus 22 umliegenden Dörfern gehörten zu den Gratulanten, nachdem sie zuvor gegeneinander im "Löschangriff nass" gekämpft hatten. Kobbelns Ortswehrführer Maik Lehmann war stolz darauf, dass der Ort im Jubiläumsjahr den Amtsausscheid austragen durfte. "Wir haben uns mit der Organisation viel Mühe gegeben. Und auch das Wetter stand auf unserer Seite", sagte er. Amtswehrführer David Schulz lobte die Kobbelner Kameraden für deren Vorbereitung. "Alles ist perfekt organisiert." Und: "Die Frauen und Männer sind ein wertvoller Bestandteil unserer Amtsfeuerwehr."

Gegründet wurde die Kobbelner Wehr 1924 in der Gaststätte Ferdinand Lehmann, in der heute Krügers Gasthof beheimatet ist. Eine Handdruckspritze war die erste technische Ausrüstung. "Diese war bereits seit 1878 in Kobbeln vorhanden", weiß Maik Lehmann. Zwei Jahre nach der Gründung wurde eine neue zentrale Wasserleitung mit vier Hydranten und etwa 160 Meter Schlauch in Betrieb genommen. "Das war damals das modernste Brandbekämpfungsmittel im einstigen Landkreis Guben."

Während des Zweiten Weltkrieges ist fast die komplette Feuerwehr ausgelöscht worden. Doch einige Freiwillige begannen den Neuaufbau, so dass die Wehr 1950 wieder komplett einsatzfähig war. Die erste Tragkraftspritze mit Anhänger bekamen die Feuerwehrmänner im Jahre 1952. "Das war damals ein Fortschritt", so Maik Lehmann. Erst 15 Jahre später sei der Tragkraftspitzenanhänger erneuert worden.

Die Arbeit der Kobbelner Floriansjünger fand schnell Anerkennung. "Zwischen 1964 und 1973 erhielt Kobbeln verschiedene Auszeichnungen für gute Leistungen in vielen Wettbewerben", blickte der Ortswehrführer anlässlich des Jubiläums zurück. Im Jahr 1976 wurde mit dem Bau des jetzigen Gerätehauses begonnen. Ganze 25 Jahre mussten die Kameraden dann aber noch warten, bis sie ihr erste eigenes Feuerwehrauto bekamen. "Das ist noch heute einsatzbereit und das einzige Fahrzeug im Gerätehaus", erklärte Maik Lehmann.

In den vergangenen Jahren belegten die Mannschaft der Kobbelner Wehr immer wieder vordere Plätze bei Amtsausscheiden. Auch die Frauenmannschaft, die vor acht Jahren gegründet wurde, mischte vorn mit. In diesem Jahr kann die Kobbelner Feuerwehr erst mal mit Atemschutzgeräteträgern zu den Einsätzen fahren.

Der Ortswehrführer wünscht sich baldmöglichst ein neues Löschfahrzeug. "Das Alte reicht zwar noch, um Einsätze zu fahren, doch es ist recht in die Jahre gekommen", erklärte Maik Lehmann. Er ist nicht nur stolz auf seine Floriansjünger, er freut sich auch über die positive Entwicklung des Feuerwehrsports in Ort. "Zum Jubiläum wird es Zeit, einmal öffentlich Dank für die Einsatzbereitschaft zu sagen. Dank gilt auch den Angehörigen unserer Kameraden, die mit Geduld, Vertrauen und Verständnis die Arbeit unterstützen", betonte Ortswehrführer Maik Lehmann abschließend.

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