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Kunow lässt den schiefen Kirchturm richten

Besprechen das weitere Vorgehen: Denkmalschützer, Planer, Mitglieder der Kirchengemeinde und des Freundeskreises Dorfkirche Kunow
Besprechen das weitere Vorgehen: Denkmalschützer, Planer, Mitglieder der Kirchengemeinde und des Freundeskreises Dorfkirche Kunow © Foto: MOZ
Dietmar Rietz / 03.07.2014, 15:05 Uhr - Aktualisiert 03.07.2014, 15:24
Kunow (MOZ) Die Dorfkirche Kunow ist ein Schatz. Das sagen Denkmalschützer und erst recht Kunower wie Anneliese Blümel und Werner Mundt. Ihr Kirchlein stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die glatt behauenen Feldsteine in der Mauer weisen darauf hin und ein kleines Schild an der Tür. Die Dorfschönheit ist aber in die Jahre gekommen, hat einige schwere Schönheitsfehler. Das Dach ist mittlerweile dicht, das Orgelschiff erneuert. Die Feuchtigkeit aus der Kirche verbannt. Aber der Kunower Kirchturm steht immer noch schief. Dicke Balken im Turmschaft sind marode, auf einer Seite stärker als auf der anderen. Der Expertenblick einer Restauratorin muss noch Genaueres offenbaren.

"Seit vielen Jahren versuchen wir nun schon, unsere wunderschöne, kleine Kirche wieder in Ordnung zu bringen, jetzt scheint es zu tatsächlich gelingen", sind sich die gebürtigen Kunower Anneliese Blümel und Werner Mundt einig. Sie hoffen auf die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Kirchengemeinde, die Denkmalschützer in der Uckermark und großzügige Spender.

Denkmalschützer, Planer, Mitglieder der Kirchengemeinde und des Freundeskreises Dorfkirche Kunow haben sich in Kunow getroffen, um über die weitere Finanzierung der Kirchensanierung zu reden.
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Sanierung der Dorfkirche Kunow

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Am Donnerstag schlossen die beiden die Tür auf für Planer, Denkmalschützer und die Abgesandten der Denkmalschutz-Stiftung. Es ging um den nächsten Schritt - die Sanierung des Fachwerk-Turmschaftes. In zwei Schritten kann er mit einem Aufwand von rund 265000 Euro saniert werden, bestätigt Planer André Degenhardt den Anwesenden. Olga Nezlaw von der Kirchengemeinde Schwedt stimmt zu. Das Geld fließt aus vielen Quellen, privaten, öffentlichen und von der Stiftung. Am Ende der des Fachpalavers vor der Kirche stand für Heidi Gerber fest: "Wir bekommen das Geld zusammen, es kann weiter gehen." Die Stiftung ist zufrieden mit dem Forschritt beim Erhalt der kleinen Dorfkirche. Planer Degenhardt kann Kunow in seinem Navigationsgerät gespeichert lassen. In 14 Tagen schon könnte am Turmschaft gebaut werden, hofft Degenhardt. Die Rüstung am Kirchenturm ist bereits zur Hälfte hochgezogen.

Anneliese Blümel und Werner Mundt strahlen. Ihr Wunsch geht in Erfüllung, der Bau weiter. Beim Frühjahrsputz hatten sie mit vielen Helfern den Bauschutt aus dem Kirchenschiff geräumt und innen alles fein geputzt.

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