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Kummerow feiert Zusammenhalt und freut sich über Zuwachs / Erneut Bewerbung bei "Unser Dorf hat Zukunft"

Großes Fest im kleinsten Schwedter Ortsteil

Karola Piepenburg erklärt der kleinen Cora Fischer (r.), wie beim Vogelstechen die Zielscheibe nicht verfehlt werden kann.
Karola Piepenburg erklärt der kleinen Cora Fischer (r.), wie beim Vogelstechen die Zielscheibe nicht verfehlt werden kann. © Foto: Christina Schmidt
Christina Schmidt / 13.07.2014, 22:00 Uhr
Kummerow (cs) Gefeiert wird im kleinsten Schwedter Ortsteil öfter. Aber einmal im Jahr, beim immer im Jahreswechsel mit dem Erntefest ausgetragenen Dorffest, schwillt die Bevölkerung von Kummerow um etwa das Doppelte an, fröhliche Familien aus der ganzen Umgebung ziehen durch den Ort und treffen sich auf dem Festplatz. Der Grund: Die nur rund 100 Einwohner und ihre Gäste feiern den Zusammenhalt und ihre Gemeinschaft.

Ein Regenschauer lässt das am Wochenende auch sichtbar werden. Kurzerhand rücken die Besucher unter dem schützenden Zeltdach näher aneinander.

Bei Kaffee und Kuchen sowie Schlageroldies vom Duo Soft auf der Bühne schunkeln Jung und Alt, die Stimmung ist gelöst. Manch einer nutzt die unfreiwillige Pause von den Spielstationen, um von Erfolgen beim Vogelstechen oder Kegeln zu berichten.

So wie Cora Fischer, die mit ihrem Opa aus Schwedt zum Fest gekommen ist und bei ihrem ersten Versuch dem Scheibenmittelpunkt sehr nahe kommt. Andere verbinden den Festbesuch mit einem Wiedersehen mit Familie und Freunden.

Zufrieden blickt Ilona Pahl auf die wachsende Anzahl von Festgästen. "Es ist doch das Schönste, wenn sich alle wohl fühlen. Die Kinder beim Spielen und Malen genauso wie ihre Eltern und Großeltern", sagt die Ortsvorsteherin. Dankbar sei sie, dass auch ihre Nachbarn in Kummerow dieser Meinung sind und nicht lange zögern, wenn es darum geht, Veranstaltungen vorzubereiten und Stände zu besetzen. Gerade die jungen Neu-Kummerower würden sich einbringen. Und davon hat es zuletzt immer mehr gegeben: Der kleinste Schwedter Ortsteil wächst. "Wir sind jetzt schon 108 Einwohner", sagt Ilona Pahl stolz, "und es werden noch zwei Familien mit Kindern zu uns ziehen." Für die Ortsvorsteherin liegt die Attraktivität des Ortes auf der Hand: "Die Familien finden es toll, dass wir uns in unberührter Natur befinden, wo die Kinder nicht permanent kontrolliert werden müssen. Schwedt und auch Angermünde sind in erreichbarer Nähe. Und fahren muss doch heute fast jeder."

Zugezogene werden gut aufgenommen in der Dorfgemeinschaft. Diese blickt auch dem Ende der Sanierung des Gemeinschaftshauses bis zum Ende des Monats entgegen. Es bietet den aktiven Kummerowern gerade in den kühlen Jahreszeiten ein gutes Domizil.

"Außerdem bewirbt sich der Ort erneut beim Wettbewerb ,Unser Dorf hat Zukunft', verrät Ilona Pahl. "Ob wir nach dem Gewinn im Jahre 2011 wieder Chancen haben, wissen wir nicht. Aber wir wollen die Bewerbung nutzen und erfahren, wo wir stehen", sagt sie.

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