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Jugendliche lernen Hip-Hop und Breakdance im Begegnungszentrum Lunow / Teilnehmer führen am Sonnabend Einstudiertes auf

"Denkt Beyoncé"

Katrin Hartmann / 19.07.2014, 06:40 Uhr - Aktualisiert 21.07.2014, 23:26
Lunow (MOZ) Viel Anstrengung, aber vor allem Spaß haben die Jugendlichen im Begegnungszentrum Lunow erlebt. Beim Hip-Hop-Camp haben die Schüler moderne Tanzschritte, Präzision und Ausdauer von Tanzlehrerin Vanessa Mason und Breakdancer Kingsley Kyeremeh gelernt.

"Bäm, bäm, zack, zack und move! One, two, one, two, African, African!" Immer wieder spornt Vanessa Mason die Jugendlichen in der Turnhalle des Lunower Begegnungszentrums an. Den Mädchen laufen die Schweißperlen über die Stirn. Trotzdem lächeln sie und hören den Anweisungen der Tanzlehrerin aufmerksam zu.

Bereits zum dritten Mal unterrichtet die Musikerin und Tänzerin das Hip-Hop-Camp des Lunower Begegnungszentrums. "In diesem Jahr haben wir 70 Jugendliche, 25 Teilnehmer davon sind aus Polen angereist", sagt Andrea Teichert, die ehrenamtlich im Begegnungszentrum mithilft. In dem Camp lernen die Jugendlichen innerhalb von fünf Tagen wie sie sich zu der Musik von Pop-Sängerin Beyoncé Knowles oder Reggae-Musiker Sean Paul bewegen können. "Das Zusammenkommen ist dabei das Wichtigste. Hier sind Kinder aus Deutschland und Polen und sie entwickeln eine Art Zusammengehörigkeitsgefühl durch den Tanz", sagt Vanessa Mason.

"Mir macht es total Spaß", sagt Linda Radünz aus Lunow. Das Mädchen war bislang bei allen Hip-Hop-Camps des Begegnungszentrums dabei. "Und es ist abwechslungsreich", sagt Klara Mierzejewska aus Altglietzen. Wohl wahr, denn die Bewegungen, die Vanessa Mason und Kingsley Kyeremeh, der zum ersten Mal dabei ist, den Jugendlichen beibringen, sind peppig und mitreißend.

Um Sprachbarrieren aufzuheben, ist von polnischer Seite Jadwiga Migdalksa mitgekommen. Immer steht sie bei den Übungen dabei und übersetzt, was Vanessa Mason und Kingsley Kyeremeh den Jugendlichen sagen. Aufgrund der hohen Anzahl wurden die Teilnehmer in diesem Jahr in vier Gruppen aufgeteilt - eine Jungen- und drei Mädchen-Gruppen. Während die Mädchen Schritte von Vanessa Mason beigebracht bekommen, ist Breakdancer Kingsley Kyeremeh für die Jungen verantwortlich.

Seine Gruppe trainiert in einem anderem Raum im Dorf. Auch hier herrschen fast 30 Grad. Unter einigen der Base-Caps der Jungen verstecken sich die verschwitzten Haare. Laut tönt der Bass. "Genau an dieser Stelle müsst ihr den Kopf hochnehmen. Hört ihr, genau hier", sagt Kingsley Kyeremeh. Immer und immer wieder fordert der Breakdancer die Gruppe zu Wiederholungen auf. Die Jungen gucken erschöpft, aber entschlossen. Noch sind nicht alle Bewegungen synchron. "Ihr müsst die Arme umherschwingen. So!" Schnell und wild wirft Kingsley Kyeremeh seine Arme in die Luft. "Erst dann guckt ihr hoch. Zack, boom, bäm. Genauso." Die Jungen wiederholen die Bewegung, erst durcheinander dann fast synchron. Pause.

Währenddessen treibt Vanessa Mason die nächste Mädchen-Gruppe auf dem Parkett in der Turnhalle an. "Denkt Beyoncé", ruft sie ihnen immer wieder zu. "Die Gruppen sind so groß, dass wir nicht sehr viel einstudieren können. Aber bei dem, was wir einstudieren, lege ich viel Wert auf Sauberkeit", sagt die 37-Jährige. Sieben bis acht Stunden trainieren die Jugendlichen in dem Camp. Freiwillig natürlich. Denn sie wollen besser werden. Sogar während der Pausen üben einige die Bewegungen. Zur Abwechslung hat das Begegnungszentrum neben den Tanzstunden auch ein Rahmenprogramm, inklusive Kanufahren, Lagerfeuer, Volleyball, organisiert. Bei der Vorstellung am Sonnabend sollen alle vorführen, was sie gelernt haben.

Aufführung des Hip-Hop-Camps am Sonnabend um 18.30 Uhr im Begegnungszentrum Lunow

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