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Ortsbeirat tagt in der "Oderschänke"

Ulf Grieger / 23.07.2014, 05:31 Uhr
Gieshof-Zelliner Loose (MOZ) Mit Bodo Zeige haben die Gieshof-Zelliner Looser einen Ortsvorsteher, der in Gieshof aufgewachsen ist, in Neubarnim die Schule besucht hat und die Verhältnisse im Dorf gut kennt.

Nach dem Eklat um den spontanen Austritt des bisherigen Ortsvorstehers Riko Dumke hat sich Zeige mit dem verbliebenen Ortsbeiratmitglied Wolfgang Scheibe auf die weiteren Schwerpunkte verständigt. Eines betont der Ortsvorsteher immer wieder: Er will erreichen, dass die tatsächlichen Probleme und Sorgen der Einwohner erst genommen werden und zur Sprache kommen. Auch wenn er arbeitsbedingt nicht ständig vor Ort sein könne, so bestehe stets die Möglichkeit, ihn per Mobiltelefon zu erreichen.

Mit Wolfgang Scheibe, dem Ortswehrführer, ist er sich einig, dass der Feuerwehr des Dorfes wieder die Bedeutung zukommen muss, die ihr gebührt. Das sei in der Vergangenheit nicht immer so der Fall gewesen. Scheibe, der einst dafür gesorgt hatte, dass die Übungswand zum Hakenleitersteigen von der Schule für Zivilverteidigung in Berlin-Buch nach Gieshof-Zelliner Loose umziehen konnte, will an die Traditionen des Letschiner Ortsteiles anknüpfen. Dank der Wettkampfstätte war Gieshof jahrelang Pilgerstätte für exellente Feuerwehrsportler. Und noch immer ist der Übungsturm ein Wahrzeichen für den Oderort.

"Wir wollen ansonsten an den Traditionen für die Dorffeste und Lagerfeuer festhalten. Die Sitzungen des Ortsbeirates allerdings sollen so stattfinden, dass auch wieder diejenigen, die noch täglich zur Arbeitsstelle fahren müssen, daran teilnehmen können. "Also vor 19 Uhr wird sich nichts abspielen. Und dann werden wir auch wieder in unserer Gaststätte tagen. Das ist gemütlich und fördert zugleich das Gewerbe", erklärt Bodo Zeige.

Zu den Vorhaben, die perspektivisch ins Auge gefasst werden, gehört auch die Aufnahme direkter Kontakte zum unmittelbaren Nachbarn am anderen Oderufer. Früher gab es zwar einige Ansätze, die jedoch immer wieder im Sande verlaufen waren, weiß Zeige. Mit dem polnischen Czelin, das heute zu Mieszkowice (Bärwalde) gehört, verbindet den Ortsteil Zelliner Loose eine knapp sieben Jahrhunderte lange gemeinsame Historie. Das bis 1945 deutsche Zellin erhielt 1317 sogar Stadtrecht. 1875 hatte der Ort, der mittels Gierfähre ( per Seil)verbunden war, über 2000 Einwohner. Zwischen Gieshof und Zelliner Lose verlief die alte Kreisgrenze zur Neumark.

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keiner 29.10.2014 - 15:44:18

Neuer Ortsbeirat Scheibe und Zeige

Schön das sich 2 neue Ortsvorsteher gefunden haben die keine Ahnung von dem haben was sie sagen oder auch machen . Über den alten Beirat wird nur gemeckert aber der hat einiges geschafft aber das scheint hier wohl keiner zu sehen ! Bis jetzt wurde nichts wesentliches gemacht ! Zum erstenmal das selbst kein Halloween Feuer bei uns stattfindet . Schade !

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