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Elegant zusammengestoßen

Mit aller Kraft: Die Wettkämpfer stürmten ins Wasser, schnappten sich die Baumstämme und versuchten, sich damit so schnell wie möglich zu bewegen.
Mit aller Kraft: Die Wettkämpfer stürmten ins Wasser, schnappten sich die Baumstämme und versuchten, sich damit so schnell wie möglich zu bewegen. © Foto: MZV
Inez Bandoly / 04.08.2014, 18:24 Uhr
Kleinzerlang (MOZ) Buntes Treiben herrschte am Wochenende an der Strandpromenade des Pälitzsees. Dort hatte der Heimat-und Kulturverein Kleinzerlang zur großen Party eingeladen, die am Freitag mit DJ Andre für zwei Tage stimmungsvoll begann.

Bei herrlichem Sommerwetter schlenderten am Sonnabend zahlreiche Gäste die Promenade entlang, vorbei an Ständen von Kunsthandwerkern und Anbietern kulinarischer Genüsse.

Der Neubrandenburger Fanfarenzug eröffnete mittags pünktlich um 13Uhr das Pälitzseefest, und für Gäste gab es danach ein abwechslungsreiches Programm. Die jüngsten Besucher hatten ausreichend Gelegenheit zum Basteln und Malen. Dazu konnten sich die Mädchen und Jungen schminken lassen.

Wie in jedem Jahr starteten nachmittags insgesamt 27Mutige zur traditionellen Baumstammregatta. Klein und Groß zog es zum Ufer des Kleinen Pälitzsees. Die Besucher versuchten, so nah wie möglich am Wasser zu sitzen, auf den Stegen war kein Fuß breit mehr Platz.

Im Wasser lagen je zwei aneinander gebundene Baumstämme. Sie wurden von Stefan Hacker vom Heimat- und Kulturverein fixiert. Er, auch liebevoll Neptun genannt, stand während des gesamten Wettkampfes im Wasser und hielt den Startern, die paarweise antraten, die Stämme bereit. Dabei musste er sich sehr oft schlank machen, denn die Wettkämpfer kannten in ihrem Eifer kein Pardon.

Mit Kochtopfdeckeln in der Hand gab Anett Scheunemann jeweils das Startsignal. Wenn es schepperte, flitzten die Teilnehmer los, stürzten sich ins Wasser, schnappten sich jeweils einen Stamm und versuchten, ihn auf irgendeine Art die Rennstrecke entlang bis zum Schwimmsteg, um ihn herum und zurück zu bewegen. Einige legten sich rauf und kraulten, andere schoben ihn vor sich her oder zogen das schwere Gehölz, andere versuchten es zu ziehen.

Die Wettstreiter wurden lautstark von den Zuschauern angefeuert. Das verstärkte sich, als die beiden einzigen Frauen am Start versuchten, die Bestzeit zu erringen. "Das sieht sehr elegant aus", kommentierte Norbert Stoppel. Als die Damen bei der Kehrtwende mit den Stämmen zusammen stießen, hielten alle den Atem an. Es war zwar nichts passiert, kostete aber dennoch wertvolle Zeit. Keiner der Teilnehmer hatte je geübt und einige waren am Ende richtig kaputt. Sie fielen in den Sand vor dem Tisch, an dem die Schiedsrichter saßen. Nach gut einer Stunde war alles vorbei, flugs verwandelte sich das abgesteckte Areal im Wasser wieder zur Badestelle. Schnell tauchten die Besucher ein, denn es war sehr heiß. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Band "Soul Unlimeted" aus Berlin und machte mächtig Stimmung.

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