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Ermittlungen dauern weiter an

Brian Kehnscherper / 25.08.2014, 18:01 Uhr
Köpernitz (bk) Die Ermittlungen der Neuruppiner Staatsanwaltschaft wegen des Umweltfrevels an der B122 dauern an. Wie der zuständige Oberstaatsanwalt Detlef Hommes sagte, haben die Ermittler Anfragen an verschiedene Behörden geschickt und warten nun auf Antwort.

Hintergrund der Ermittlungen ist die Fällung mehrerer Bäume, die in einem Naturschutzgebiet (NSG) an der B122 liegen. Der Landesbetrieb Straßenwesen hatte die Bäume gefällt, um die Sanierung der Bundesstraße zwischen Köpernitz und Rheinsberg vorzubereiten. Er hatte dazu die Genehmigung von der Unteren Naturschutzbehörde erhalten. Diese bezog sich aber fälschlicherweise auf ein Landschaftsschutzgebiet (LSG), dessen Schutzstatus niedriger als der eines NSG ist. Außerdem wurden die Bäume mitten in der Brutzeit gefällt, was nur in Ausnahmefällen erlaubt ist.Nachdem der Naturschutzbund (Nabu) gegen die Abholzung protestierte, stellte der Landesbetrieb die Arbeiten bis auf Weiteres ein. Landesbetrieb und Untere Naturschutzbehörde schoben einander die Schuld für den Fehler zu. Der Nabu sowie Privatpersonen erstatteten Anzeige wegen der Umweltsünde. Unter anderem waren auch Bäume auf einem Grundstück des Nabu gefällt worden.

Auch wenn es sich um einen Verwaltungsvorgang handelt, ermittelt die Staatsanwaltschaft nicht gegen Behörden, sondern gegen einzelne Personen. Da die Anzeige gegen Unbekannt erstattet worden ist, ist noch unklar wer die verantwortlichen sind. Die Ermittler sind den Angaben Hommes zufolge auf die Zuarbeit der beteiligten Behörden angewiesen. Unterlagen, die die Genehmigung der Abholzung dokumentieren, sind nicht beschlagnahmt worden. Somit wird sich die Sanierung der B 122 weiter hinauszögern. Der Landesbetrieb hatte angekündigt, nicht weiterzuarbeiten, bevor die Fehler aufgeklärt worden sind.

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