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Nach der Verkehrsfreigabe Bollersdorfer Kreisel rollt es durchgängig auf der B 168 von Müncheberg bis Prötzel

Endlich wieder freie Fahrt

Prüfende Blicke: Am Freitag haben sich die Beteiligten der Straßenbaumaßnahme Bollersdorfer Kreisel-Ernsthof zunächst zur Verkehrsfreigabe verständigt (Bildmitte Hans-Jürgen Otte und Bernd Sievert).
Prüfende Blicke: Am Freitag haben sich die Beteiligten der Straßenbaumaßnahme Bollersdorfer Kreisel-Ernsthof zunächst zur Verkehrsfreigabe verständigt (Bildmitte Hans-Jürgen Otte und Bernd Sievert). © Foto: MOZ/Gabriele Rataj
Gabriele Rataj / 30.08.2014, 07:57 Uhr
Bollersdorf (MOZ) Seit Freitag, etwa 14 Uhr, rollt der Verkehr wieder über alle vier "Äste" des Bollersdorfer Kreisels. Kraftfahrer atmen auf, sofern sie bisher die weiträumige Umleitung befahren haben. Eine Stunde am noch gesperrten Knotenpunkt zeigte, dass viele sämtliche Sperren ignorieren.

Freitag, 9 Uhr, am Kreisverkehr der sich kreuzenden Bundesstraße 168 mit der Kreisstraße Strausberg-Bollersdorf-Reichenberg. Männer in signalfarbenen Jacken und Westen gehen von einem "Ast" - wie die einmündenden Straßen genannt werden - zum anderen.

In den vergangenen sieben Wochen waren unter Vollsperrung auf der Bundesstraße zwischen dem Knoten mit der Kreisstraße Klosterdorf-Grunow-Ihlow und dem Bollersdorfer Kreisel auf drei Kilometern die Verschleißschicht erneuert und der Kreisverkehr in einer Höhe von 22 Zentimetern grundhaft erneuert worden.

In der Investition des Bundes für rund 600 000 Euro stecken aber auch Veränderungen, die dem Kraftfahrer im Vorüberfahren wenig auffallen. Es wurden ausschließlich Natursteinborde eingebaut, die "nach unseren Erfahrungen der vergangenen zehn, 15 Jahre weitaus dauerhafter sind", sagte Planer Peter Stadeler. Zudem sind die vier Bus-Haltebuchten an den Straßen-Armen Richtung Müncheberg und Buckow nun mit der regelgerechten Pflasterung ausgestattet. "Wir werden schließlich auch mal alt", argumentierte Hans-Jürgen Otte von der Eberswalder Niederlassung Ost des Landesbetriebs Straßenwesen mit Blick auf die baulichen Normen zur Gleichbehandlung von Menschen mit Behinderungen.

Es knirschte anfangs heftig an vielen Stellen wegen der zeitlichen Ausdehnung der Bauarbeiten, der weiträumigen Umleitungsführung, der Abstimmung zu Mitbetroffenen wie der Verkehrsgesellschaft oder den Tourist-Informationen. Den Bürgern in den angrenzenden Kommunen machte verständlicherweise die gleichzeitige Sperrung zweier fast benachbarter Abschnitte der B 168 zu schaffen. Aber auch die Straßenbauer waren am Ende des Tages häufig nur noch genervt, da sie trotz Vollsperrung nahezu stetig im "fließenden Verkehr" agieren mussten.

Nicht nur die abends verlassene Baustelle wurde ungerührt überfahren. Auch während des Ausbaggerns, des Pflasterns, beim Ausmessen und selbst beim Asphaltieren rollte es neben den Arbeitenden fast ohne Unterlass über die ausgeschilderte Baustelle. Weder Schranken noch Baken oder in den Weg gestellte Stein-Packungen hätten geholfen, berichtete Vorarbeiter Bernd Sievert von Berger Bau. Nacharbeiten an den Banketten gehören zu den Folgen und damit auch Mehrkosten.

So auch an diesem Vormittag, an dem ein Streifenwagen der Polizei als leuchtendes Beispiel sämtliche Verkehrszeichen und die StVO ignorierte und ohne Sondersignal in schönem Tempo an dem Trupp vorbeirauschte. Andere bogen in die Ausfahrtspuren ein, räumten am entgegengesetzten Ende des Kreisels eigenhändig Baken beiseite ...

Verständigung zwischen Auftraggeber Landesbetrieb Straßenwesen und ausführender Straßenbau-Firma Berger Bau Werneuchen sowie Ingenieurbüro Peter Stadeler aus Strausberg, letzte Abstimmungen, bevor es heißt: Wir geben drei Seiten des Bollersdorfer Kreisels für den Verkehr frei. Am vierten "Ast" in Richtung Ernsthof sind Kollegen der Firma Verkehrstechnik Thiele bis 14 Uhr dabei, die Markierung wieder aufzubringen. Montag geht es weiter: auf der B 1.

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Strausberger Bürger 01.09.2014 - 21:45:51

Anderswo...

werden bei so gelagerten Arbeiten temporäre Bypässe angelegt! Das Umweltverbrechen durch zusätzlichen Ressourcenverbrauch und Abgase allein sollte diese schon rechtfertigen, nicht berechnet die Zeit und hoffentlich hohen Zusatzkosten!!! Vielleicht denkt man nun in Zukunft weiter!!!

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