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Dobberzin enthüllt Dorfstein

Identitätsstiftende Sehenswürdigkeit: Der neue Dorfstein in Dobberzin wurde unter Salutschüssen am Freitagabend feierlich von Klaus Kohlmay enthüllt.
Identitätsstiftende Sehenswürdigkeit: Der neue Dorfstein in Dobberzin wurde unter Salutschüssen am Freitagabend feierlich von Klaus Kohlmay enthüllt. © Foto: MOZ
Dietmar Rietz / 14.09.2014, 22:15 Uhr - Aktualisiert 15.09.2014, 15:22
Dobberzin (MOZ) Ein großes Festwochenende liegt hinter dem Angermünder Ortsteil Dobberzin. Am Freitag und Sonnabend wurde nicht nur das Dorffest, sondern auch das zehnjährige Bestehen des überaus aktiven Dorfvereins gefeiert.

Wie sich der Verein entwickelt hat und was von ihm in einem Jahrzehnt auf die Beine gestellt wurde, zeigte ein begeistert aufgenommener Lichtbildervortrag von Wolfgang Neudeck am Freitagabend in der Dorfkirche. Seit der 750-Jahr-Feier vor zehn Jahren hat er Dobberzin aus dem Dornröschenschlaf geweckt, befand Horst Eickenjäger. "Seitdem ist wieder etwas los bei uns. Das verdanken wir vor allem auch solchen zugezogenen Jungs wie Wolfgang Neudeck und Klaus Kohlmay." Gezeigt wird seit Freitag auch eine Ausstellung des Fotozirkels Dobberzin in der Kirche.

Dobberzin blickt auf ein langes Festwochenende zurück
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Zehn Jahre Dorfverein und Dorffest 2014

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Angermündes Bürgermeister Wolfgang Krakow brachte zum Vereinsgeburtstag die Zusage über 1800 Euro mit. Mit der Summe soll die Anschaffung der seit 1917 nicht mehr vorhandenen zweiten Glocke für die Dobberziner Dorfkirche unterstützt werden

Anschließend wurde draußen mit Salutschießen die Enthüllung des neuen Dorfsteines eingeleitet. Geschaffen haben ihn der Steinmetzmeister Matthias Martius, Matthias Neudeck und Klaus Kohlmay nach Gestaltungsvorschlägen der Dorfbewohner, die mit der Bungalowgemeinschaft vom Mündeesee mehr als 5000 Euro dafür gesammelt hatten.

Die Agrar GmbH im Dorf hatte Technik bereit gestellt, um den Granitfindling aus der Kiesgrube Hohensaaten nach Dobberzin zu bringen. Auf der Vorderseite des Steins befindet sich ein Luftbild von Wilfried Bergholz, bearbeitet von Wolfgang Neudeck, das auf eine Edelstahlplatte gelasert wurde. Damit die Betrachter animiert werden, um den Stein herumzugehen, ziert der "Weg des Dorfes" - von der Gründung 1354 bis heute symbolisiert durch ein poliertes Band mit Jahreszahlen - den Stein.

Auf einer Edelstahlplatte auf der Rückseite sind Chronikdaten vermerkt. Launig merkte Klaus Kohlmay an: "Dobberzin hat 319 Einwohner, davon 42 Kinder unter 14 Jahren und sechs Bürger über 85 Jahren. Wenn bis 2054 weiter gebaut wird wie in den letzten zehn Jahren, dann wird wohl als nächste Eintragung stehen: 2054 - Dobberzin erhält den Status einer Großstadt und hat Angermünde eingemeindet." Mit einem Lampionumzug und dem geselligen Beisammensein am Lagerfeuer klang der Freitagabend aus.

Am Sonnabend wurde auf dem Festplatz weiter gefeiert.

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