Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Göritz/Malchow siegt im Dorfwettbewerb auf Kreisebene / Kummerow wird Dritter

Landleben mit Zukunft

Preisträger: Karla Schmidt (l.), lange Bürgermeisterin von Göritz, Amtsdirektor Detlef Neumann und der jetzige Bürgermeister Daniel Pohl (r.) freuen sich über den ersten Platz im Kreis-Wettbewerb, den Landrat Dietmar Schulze (3. v. l.) verkündet hatte.
Preisträger: Karla Schmidt (l.), lange Bürgermeisterin von Göritz, Amtsdirektor Detlef Neumann und der jetzige Bürgermeister Daniel Pohl (r.) freuen sich über den ersten Platz im Kreis-Wettbewerb, den Landrat Dietmar Schulze (3. v. l.) verkündet hatte. © Foto: Sabine Kramm
Sabine Kramm / 05.10.2014, 20:55 Uhr
Kummerow/Naugarten (MOZ) Die Gemeinde Göritz/Malchow wird den Landkreis Uckermark im bundesweiten Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" vertreten. Der Schwedter Ortsteil Kummerow, der sich ebenfalls bewarb, landete auf Platz drei.

"Unser Dorf soll schöner werden" heißt dieser Wettbewerb schon lange nicht mehr. Schon 1997 rückten die Zukunftsperspektiven des Landlebens immer mehr in den Fokus des Ausscheids, der nicht selten als "Blumenwettbewerb" belächelt wurde. Und 2007 verschwand der Schönheitsaspekt ganz aus dem Titel des Wettbewerbs, der im Wechsel von drei Jahren jeweils auf Kreis-, Landes- und Bundesebene in Deutschland ausgetragen wird. Nun heißt es "Unser Dorf hat Zukunft". In der Uckermark stellten sich in diesem Jahr nur drei Dörfer der Überprüfung auf dieses Kriterium: Kummerow, Bertikow und Göritz/Malchow.

Der Gewinner steht nun fest und wurde am sehr gut besuchten "Tag der Regionen" in Naugarten am Tag der Einheit verkündet. Es ist Göritz/Malchow. Die mit dem Ortsteil Tornow 900 Einwohner zählende Gemeinde darf im kommenden Jahr weiter zum Wettbewerb auf Landesebene und erntete 2500 Euro von den ausgelobten 5000 Euro Preisgeld, maßgeblich von der Sparkasse Uckermark unterstützt. Bertikow auf Platz 2 erhielt 1500 Euro und Kummerow auf Platz 3 immerhin noch 1000 Euro.

Gelohnt hat sich die Teilnahme also für alle. Göritz/Malchow lag in der Gunst der Wettbewerbskommission hauchdünn vorn. "Alle drei Dörfer haben Zuzug und einte tolle Gemeinschaft von Jung und Alt vorzuweisen", sagt Britt Stordeur vom Amt für Kreisentwicklung, wirtschaftliche Infrastruktur und Tourismus des Landkreises Uckermark. "Die Wahl fiel schwer, alle drei Dörfer sind schön. Wir haben den Blick auf die Infrastruktur gerichtet. Göritz hat sich um die Nahverkehrsversorgung und sein Abwassersystem gekümmert und ist für die Zukunft bestens aufgestellt", urteilt Britt Stordeur. Wer in Göritz oder Malchow ein leerstehendes Haus sucht, wird nicht fündig. Dafür werden neue gebaut.

"Wir wachsen!", freut sich Daniel Pohl, erst seit einem Jahr Bürgermeister. Der junge Mann ist bewusst hierher gezogen: "Weil es hier eine Kita, eine Grundschule, zwei Einkaufsmöglichkeiten, eine Poststelle, 23 Gewerbetreibende und sieben Vereine gibt", kann Daniel Pohl jetzt aus der Wettbewerbs-Konzeption aufzählen. Stolz sind die Göritzer und Malchower auch auf den Labyrinth-Park, der viele Besucher anzieht.

Die drei teilnehmenden Dörfer zu vergleichen, war schwer, räumt Britt Stordeur ein: "Kummerow ist mit 111 Einwohnern das kleinste. Hier sind allein vier Familien in jüngster Zeit zugezogen, weil sie die Ruhe und Abgeschiedenheit vom Durchgangsverkehr schätzen." Göritz/Malchow als Mitteldorf hat dagegen mehr Wirtschaftskraft zu bieten. Der Sieger feilt nun an seinem Konzept für den Landeswettbewerb und will den Uckermark-Dörfern Mut zur künftigen Wettbewerbs-Teilnahme machen. Der Wettbewerb hatte schon bis zu 13 Bewerber, in diesem Jahr nur drei.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG