Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Schwedter Stadtwerke versorgen ab sofort Schönow und Jamikow mit schnellem Internet

DSL-Familie vergrößert

Startschuss für schnelles Internet: Walter Henke, Helmut Preuße, Jürgen Polzehl und Dietmar Schulze (v. l.) nehmen es per Knopfdruck in Betrieb.
Startschuss für schnelles Internet: Walter Henke, Helmut Preuße, Jürgen Polzehl und Dietmar Schulze (v. l.) nehmen es per Knopfdruck in Betrieb. © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Kerstin Unger / 08.10.2014, 06:50 Uhr
Jamikow (MOZ) Schönow und Jamikow sind seit Dienstag in den Klub der schnellen Internetorte aufgenommen. Die Stadtwerke Schwedt GmbH haben die beiden Dörfer mit einem leistungsfähigem DSL-Anschluss versorgt. Ende Oktober sollten das alle dortigen Nutzer spüren.

Großer Bahnhof in einem kleinen Ort: Stadtwerke-Geschäftsführer Helmut Preuße, der Aufsichtsratsvorsitzende und Schwedter Bürgermeister Jürgen Polzehl, der Passower Bürgermeister Walter Henke sowie Landrat Dietmar Schulz drückten gemeinsam den roten Knopf auf dem Kasten im Casekower Weg, in dem die Kabel für das schnelle Internet zusammenlaufen. In nur vier Monaten haben die Stadtwerke Schwedt auf einer Strecke von sieben Kilometern Schutzrohr und Kabel verlegen lassen. "Schönow und Jamikow sind die Orte 44 und 45, die durch die Stadtwerke Schwedt erschlossen wurden", sagte Helmut Preuße.

Seit 2007 beteiligt sich das Unternehmen an der landesweiten Breitbandinitiative, um die weißen Flecken zu beseitigen. Zehn Millionen Euro wurden seitdem investiert, davon 20 Prozent Fördermittel. In den Anschluss von Jamikow und Schönow sind rund 250000 Euro Eigenmittel der Stadtwerke geflossen, sagte Helmut Preuße. "Wir hoffen auf die Refinanzierung durch viele Anschließer."

Mittlerweile ist Schwedt samt allen Ortsteilen, Berkholz-Meyenburg sowie zehn Orten des Amtes Gartz mit hochleistungsfähigem DSL versorgt. Weitere sechs Orte im Amt Gartz sollen nächstes Jahr folgen. Die Stadtwerke würden auf diesem Gebiet gern mehr für die Region tun, doch die Fördertöpfe des Entwicklungskonzeptes Brandenburg - Glasfaser 2020 seien leer. Die Landesregierung sollte es auf den Prüfstand stellen, forderte Helmut Preuße und appellierte an den Landrat, daran festzuhalten. "Es gibt Ortschaften, die auch 2020 noch übrig sein werden", sagte er. Die Telekom schaffe es nicht, ihre zur Verfügung stehenden Fördermittel auszugeben.

Der Stadtwerke-Geschäftsführer dankte allen Beteiligten für ihre Arbeit und die Unterstützung.

Schwedts Bürgermeister Jürgen Polzehl lobte die Stadtwerke als Partner, der an die Region denkt und dankte für das Zusammenrücken in der Region. Auch Landrat Dietmar Schulze lobte das Engagement über die Schwedter Stadtgrenzen hinaus. "Mein Interesse ist es, alle Bürger im Landkreis so weit wie möglich an das DSL anzubinden", sagte er. Ob Ärzte, Künstler oder Architekten - die neuen Medien sind heutzutage auch für den Beruf wichtig. Er geht davon aus, dass Geld für den weiteren DSL-Ausbau bereitgestellt wird.

Der ehrenamtliche Bürgermeister Passows, Walter Henke, der wie Vertreter aus den Ortsteilen Schönow und Jamikow beim Knopfdruck dabei war, dankte ebenfalls den Stadtwerken und der Stadt Schwedt, aber auch den Leuten aus seiner Gemeinde, die sich für den Ausbau eingesetzt und nicht locker gelassen haben. So wie Wolfgang Steffini, Gemeindevertreter und Geschäftsmann aus Schönow. Der meinte: "Das ist ein schöner Augenblick für alle, auch für die Kinder in den Dörfern." Uwe Dülsen, als Vertreter des Jamikower Ortsvorstehers Jürg Gerber, erinnerte daran dass noch vor drei Jahren die Leute mit Plakaten auf der maroden Straße gestanden haben. "Jetzt gibt es DSL, eine super Straße und schnelle Autos. Uns geht's gut."

Kommentare

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG