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19:18-Erfolg bei Fredersdorf/Petershagen

HCA-Frauen verteidigen ihre weiße Weste

Denny Reinicke / 04.11.2014, 06:25 Uhr
Fredersdorf (MOZ) Der HCA bleibt in der Handball-Brandenburgliga ungeschlagen und hat nach dem 19:18-Erfolg am Sonntagnachmittag beim bisherigen Spitzenreiter Fredersdorf/Petershagen die Tabellenführung übernommen.

Nachdem am Spieltag zuvor der damalige Tabellenerste aus Luckenwalde in Angermünde gastierte (17:15), trafen nun zwei bisherige 8:0-Punkte-Teams aufeinander. Trotz der vier Saisonsiege zeigte der HCA bislang eine nicht immer zu erklärende Abschlussschwäche, die diesmal unbedingt abgestellt werden musste. Zudem sollte mit offensiver Deckungsvariante der starke Rückraum der Gastgeber entschärft werden. Dies gelang in den ersten Minuten jedoch nur bedingt.

Das Heimteam war - zum Missfallen des Angermünder Trainers - aus der zweiten Reihe gefährlich und traf in den ersten Minuten nach Belieben. Dann musste das Spiel frühzeitig wegen einer Verletzung auf Seiten der Gastgeberinnen unterbrochen werden - so hatten die Gäste Zeit, sich ein wenig in der Deckung zu sortieren. Den anfänglichen 1:3-Rückstand glichen die Damen aus der Uckermark bis etwa zur Hälfte der ersten Halbzeit aus (4:4).

Beide Deckungsreihen arbeiteten nun extrem körperbetont und machten es den gegnerischen Angreifern schwer, sich Chancen zu erarbeiten. Häufig endeten die Angriffe daher im passiven Spiel oder mit technischen Fehlern. Im HCA-Tor zeigte Lisa Bretsch eine starke Leistung und zeichnete sich nun vor allem bei Distanzwürfen aus. Dem Gast gelang ein psychologisch wichtiger Treffer, als er durch Maren Kühn in eigener Unterzahl zehn Sekunden vor der Pause zum 8:8 ausglich.

In der Halbzeit wurde vor allem der Wille zu einem besseren Umschaltspiel bekräftigt, um so einfache Tore in diesem für alle Spielerinnen sehr anstrengenden Spiel zu erzielen. Die HCA-Damen setzten dies gleich gut um. Zwar musste man in Unterzahl noch zwei Gegentreffer hinnehmen, glich diese jedoch aus und erspielte sich zum ersten Mal eine Drei-Tore-Führung (10:13). In einem Spiel, das in 40 Minuten auf beiden Seiten weniger als 15 Tore brachte, schien eine derartige Führung vorentscheidend.

Zum Bedauern der Angermünderinnen war dies jedoch nicht der Fall. Ähnlich wie im ersten Durchgang bestimmten in den letzten 20 Minuten vor allem die Abwehrreihen und die Torhüterinnen das Geschehen. Der Gastgeber glich zum 15:15 aus und zog mit dem nächsten Treffer selbst in Front. Nun hieß es in einer zunehmend ruppiger werdenden Partie mit vielen Zeitstrafen auf beiden Seiten, ruhig zu bleiben und vor allem im Angriff noch einmal die nötige Konzentration aufzubringen. Mit drei Toren in Folge gelang es dem HCA wiederum, das Ruder zu seinen Gunsten herumzureißen.

Auf Grund zweier fragwürdiger Zeitstrafen gegen die Angermünder musste aber fünf Minuten vor Ende noch einmal gezittert werden. Eine wiederholt klasse reagierende Torfrau Uta Jähnke brachte die Gastgeberinnen zur Verzweiflung. Ein tolles Zusammenspiel zwischen Franziska Kottke und Janine Duckert führte im Angriff zur endgültig vorentscheidenden Drei-Tore-Führung. Auch in Überzahl gelang den Gastgeberinnen nur noch der 18:19-Anschlusstreffer.

Glückliche Gäste freuten sich über den erkämpften Auswärtssieg. Im nächsten Spitzenspiel empfangen die erstplatzierten Uckermark-Damen am Sonntag den MTV Altlandsberg II (4.).

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