Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Neuer Abschnitt bei Kieselwitz für den Verkehr freigegeben / Fortsetzung wird im Frühjahr angefangen

Liebeserklärungen am Radweg

Unterwegs auf dem neuen Radweg: Sieglinde Tränkle (Bauamt Amt Schlaubetal), Ralf Wittke (Stellvertretender Bürgermeister), Birgit Koch (Landkreis Oder-Spree) und Bau-Dezernentin Hanna Gläsmer (von links) testen den freigegebenen Abschnitt.
Unterwegs auf dem neuen Radweg: Sieglinde Tränkle (Bauamt Amt Schlaubetal), Ralf Wittke (Stellvertretender Bürgermeister), Birgit Koch (Landkreis Oder-Spree) und Bau-Dezernentin Hanna Gläsmer (von links) testen den freigegebenen Abschnitt. © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Ralf Loock / 06.11.2014, 07:13 Uhr
Kieselwitz (MOZ) Der erste Abschnitt eines neuen Radweges entlang der Kreisstraße 6709 bei Kieselwitz wurde am Mittwoch zur Nutzung freigegeben. Im kommenden Jahr wird das Projekt mit dem Bau des 3,4 Kilometer langen zweiten Abschnitts von Kieselwitz nach Fünfeichen abgeschlossen.

Auch wenn bei der Verkehrsfreigabe des Radwegs verständlicherweise technische Begriffe wie Bauplanung und Verkehrssicherheit im Vordergrund standen, so nutzten doch gleich mehrere Redner den Termin für eine Liebes-Erklärung. So gestand beispielsweise Landrat Manfred Zalenga, dass die Redewendung "Liebe auf den ersten Blick" beim ihm und Kieselwitz nicht zutreffe. Jahrelang habe es zwischen ihm und dem Ort einige Diskussionen gegeben, die einer Liebe im Wege standen. Nun aber seien alle älter und reifer geworden, man habe jetzt einen Stil gefunden, miteinander sachlich und freundlich umzugehen. Und wenn er jetzt das schöne Kieselwitz betrachte, so könne er bekennen: "Es gibt auch das Erlebnis der späten Liebe." Mit dem neuen Radweg werde Kieselwitz sogar noch schöner, so der Landrat.

Diese Vorlage griff Ilka Matuschke, Amtsdirektorin des Amtes Schlaubetal, in ihrer Ansprache auf: "Auch ich habe mich in Kieselwitz verliebt." Sie freue sich über diese Erweiterung des Radwegenetzes. Ilka Matuschke dankte dabei den Mitarbeitern der Landkreisverwaltung und der Baufirmen.

Wie Birgit Koch, Bauleiterin für das Vorhaben in der Kreis-Verwaltung, und Hanna Gläsmer, Dezernentin für Kreisentwicklung, Umwelt und Bauwesen, bei der Freigabe berichteten, konnte der Landkreis Oder-Spree dank der finanziellen Förderung mit Mitteln des Bundes durch das Land Brandenburg zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden den 2,6 Kilometer langen Radweg zwischen Kieselwitz und der Landstraße 43 realisieren. Der asphaltierte Radweg verlaufe durch sehr hügeliges Gelände nah an der Kreisstraße. Nach der Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes werde der Radweg neben dem Alltags- und touristischen Freizeitverkehr auch der Absicherung des Schülerverkehrs von Groß Muckrow, Klein Muckrow, Treppeln und Kieselwitz zum Schulstandort Fünfeichen dienen.

Mit dem Neubau des straßenbegleitenden Radweges wird neben der Erhöhung der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer auch die touristische Entwicklung der Region wesentlich unterstützt, insbesondere durch die mit diesem Netzlückenschluss entstehenden weiteren Verbindungen zu den Radfernwegen und regionalen Radwegen in Richtung Oder und Schlaubetal. So verbessert sich künftig die Anbindung an die Trassen der Fernwege "Oder-Neiße-Radweg" und "Tour Brandenburg" sowie der regionalen Strecken "Oder-Spree-Tour" und "Mönchstour".

Die vom Landkreis beauftragte Firma Oevermann Verkehrswegebau GmbH Niederlassung Eisenhüttenstadt benötigte für die Fertigstellung der rund 2600 Meter langen Strecke drei Monate. Die finanziellen Aufwendungen für diesen Abschnitt betragen etwa 500 000 Euro.

Mehrere Redner bedauerten, dass ein Waldbesitzer fast den Erfolg des Projektes gefährdet hat. So berichtete Ilka Matuschke, dass es vor zwei Jahren fast so aussah, als wenn das Vorhaben scheitern würde. Auch Hanna Gläsmer erläuterte, dass man bedingt durch diesen Streit die Planungen im Jahr 2013 ändern musste. Zum Hintergrund sagte Birgit Koch, dass ein Waldbesitzer partout nicht bereit war, einen Streifen für den Radweg zu verkaufen. Ein Rechtsstreit mit dem Eigentümer wäre langwierig geworden, daher haben sich die Bauplaner für eine Änderung des Straßen- und Radwegeverlaufes in diesem Bereich entschieden - die Straße wurde ein Stück auf die andere Seite verlegt. Daher musste man 2013 die Entwürfe überarbeiten und konnte erst 2014 loslegen.

In Kieselwitz freute man sich am Mittwoch allgemein über die Freigabe. "Alle im Dorf begrüßen den Radweg", versicherten Monika und Wolfgang Teudt. "Unser schönes Dorf wird von vielen Fahrrad-Touristen besucht", berichtete Lore-Marie Schreiber.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
egal 06.11.2014 - 10:49:21

ja schön ist er

aber es wäre sinnvoller gewesen erst den Radweg zwischen Kieselwitz und Fünfeichen zu bauen. Ich weiß nicht ob Kinder aus Treppeln und Muckrow nach Fünfeichen zur Schule fahren, und wenn ob dies mit dem Fahrrad passiert. Wohl aber besuchen Kieselwitzer die Schule in Fünfeichen und würden aufgrund der Entfernung auch eher mit dem Rad fahren. Mal davon abgesehen wurde uns als Eltern dieser Weg schon zur EInschulung meiner Tochter im Jahr 2006 versprochen.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG