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Am 30. November wird das Coschener Bahnhofsgebäude versteigert / Käufer für Wellmitz gefunden

918 Quadratmeter für 6000 Euro

Mit Klinkern verputzt: Aktuell steht das Bahnhofsgebäude in Coschen leer. Ein neuer Besitzer könnte dort sowohl für Wohnung als auch für Gewerbe Platz finden. Auch die direkte Anbindung nach Berlin sieht das Auktionshaus als Vorteil.
Mit Klinkern verputzt: Aktuell steht das Bahnhofsgebäude in Coschen leer. Ein neuer Besitzer könnte dort sowohl für Wohnung als auch für Gewerbe Platz finden. Auch die direkte Anbindung nach Berlin sieht das Auktionshaus als Vorteil. © Foto: MOZ/Caroline Reul
Caroline Reul / 21.11.2014, 07:55 Uhr
Coschen (MOZ) Das Bahnhofsgebäude in Coschen kommt unter den Hammer. Am 30. November soll es auf einer Auktion in Berlin versteigert werden. Das Mindestgebot liegt bei 6000 Euro. Der Auktionator ist zuversichtlich, dass das Gebäude einen neuen Besitzer findet.

Ein zweigeschossiger Altbau aus dem Jahr 1904, mit Klinkergliederung verputzt, einem Sattel- und Walmdach mit Ziegeleindeckung und einer Freitreppe in den Garten klingt erst einmal recht verlockend. Geschätzte 530 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche und eine Grundstücksgröße von ungefähr 918 Quadratmetern auch.

All das steht im Exposé zur Versteigerung des Bahnhofsgebäudes in Coschen, die am 30. November in Berlin stattfinden soll. Weniger verlockend dagegen ist folgende Angabe: sanierungsbedürftig. "Sicher ist bei so alter Bausubstanz die Haustechnik überholt", sagt Matthias Knake vom Auktionshaus Karhausen, das das Gebäude versteigert. "Heizungs- und Sanitäranlagen müssten erneuert werden, ebenso die Fußböden. Aber das lässt sich ja nach und nach machen", ergänzt er. Auch der Anschluss zur öffentlichen Kanalisation müsste noch gelegt werden, geht aus dem Exposé hervor.

Insgesamt befände sich das Gebäude aber durchaus in einem guten Zustand, sagt Matthias Knake. 6000 Euro als Mindestgebot findet er fair. Daher ist er zuversichtlich, dass das Gebäude versteigert wird. Es gebe auch schon Interessenten. Heute gibt es daher eine Besichtigung vor Ort.

Der Vorteil sei immer, dass sich für Bahnhofsgebäude ein breites, vielschichtiges Klientel findet - je nachdem, wie viel Grundstücksfläche vorhanden ist und wie das Gebäude aktuell genutzt werde.

Wo Wohneinheiten vorhanden sein, schlage auch schon mal ein Investor zu, ansonsten ab und an die Gemeinde selbst, aber oft auch Privatpersonen. "Die wollen in den Bahnhofsgebäuden wohnen oder ihr Gewerbe dort unterbringen - oder auch beides", weiß der Grundstücksauktionator aus Erfahrung.

Coschen an sich läge zwar nicht unbedingt zentral, aber die direkte Anbindung an die Hauptstadt mache den Standort dennoch interessant. "Wenn ein Partner in Berlin arbeitet oder jemand zwei-, dreimal die Woche hin muss, ist das optimal", glaubt Matthias Knake.

Er hat schon ganz andere Bahnhofsgebäude an den Mann gebracht. In diesem Sommer auch das in Wellmitz. Das Exposé für die 8200 Quadratmeter Grundstücksfläche und das Gebäude mit 416 Quadratmetern Wohnfläche lockte wenig: Feuchtigkeits- und Wasserschäden, Schimmel, Dach schadhaft, 18000 Euro. Dennoch hat sich ein Käufer gefunden. "Im zweiten Anlauf, er hatte Glück und hat den Zuschlag für das Mindestgebot bekommen", erinnert sich Matthias Knake.

Wer das Bahnhofsgebäude in Coschen im Vorfeld der Auktion besichtigen will, kann sich dort heute um 10.30 Uhr einfinden.

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