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Für den Ruheraum fehlt der Fluchtweg

Brian Kehnscherper / 24.11.2014, 17:49 Uhr
Linow (MZV) Seit Montag wird das Dach der Linower Kita "Wiesenwichtel" saniert. Zudem soll die Einrichtung einen Ruheraum erhalten. Möbel und Einrichtung sind schon da. Damit das Zimmer genutzt werden kann, fehlt allerdings eine Feuertreppe.

Dass eine Sanierung des Dachs nötig ist, ist seit längerem klar. Es ist an einigen Stellen undicht. Zudem entspricht die Isolierung nicht mehr den energetischen Standards. Dank der guten Haushaltslage in diesem Jahr hat die Stadt Rheinsberg 40000Euro für die Erneuerung des Dachs bereitstellen können. Bis der gewünschte Ruheraum genutzt werden kann, wird allerdings noch etwas mehr Zeit ins Land gehen.

Laut Kita-Leiterin Angelika Laudahn könnte der Raum bereits genutzt werden. Er befindet sich im Dachgeschoss. Einst war er das Büro des Bürgermeisters des Dorfs. Auch die Ortsvorsteher nutzten ihn nach der Gemeindegebietsreform noch. Seit einigen Jahren wird er jedoch nicht mehr gebraucht. Daher erhielt die Kita die Genehmigung, ihn zum Ruheraum umzugestalten. Die Kinder sollen darin ungestört lesen oder einfach entspannen können. Der Förderverein hat bereits die Ausstattung besorgt: Möbel, Auslegware und Sitzsäcke sind da. Es fehlt nur ein Fluchtweg. Er würde über das Flachdach an der Giebelseite auf den Spielplatz führen. Nur mangelt es am Geld. Es hat bereits eine Besprechung mit der Verwaltung gegeben. Doch ob im kommenden Jahr Mittel für die Feuertreppe bereitgestellt werden können, ist unklar. Rheinsbergs Kämmerer Andreas Neubert erstellt derzeit den Haushalt für 2015. "Ob wir die Feuertreppe in den Entwurf einbringen, muss abgewägt werden", so Neubert. Denn klar ist: Im kommenden Jahr steht deutlich weniger Geld zur Verfügung als in diesem. Die Liste der Projekte ist aber lang. Selbst wenn es der Fluchtweg in den Haushaltsentwurf schafft, müsste politisch beschlossen werden, welche Projekte tatsächlich umgesetzt werden. Neubert schätzt die Kosten für die Feuertreppe grob auf 30000 bis 40000Euro.

Angelika Laudahn hat sich bereits darauf eingestellt, dass es einige Zeit dauern könnte, bis der Ruheraum genutzt werden kann. Sie rechnet nicht damit, dass dies vor 2016 geschieht. Dafür freut sie sich über die gute Auslastung der Kita. "Wir sind bis 2016 ausgebucht", so Laudahn. Die Einrichtung hat Platz für 32 Kinder, mit Sondergenehmigung 37. Schon jetzt sind 37 Mädchen und Jungen angemeldet.

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