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Klaus-Dieter Gansleweit spricht über Landschaft rund um Henzendorf

Verborgene Schätze der Natur

Letzte Vorbereitungen: Im Vorfeld seines Vortrages studiert Klaus-Dieter Gansleweit noch einmal einige Karten.Computer, Bücher und Kartenmaterial aufbewahrt.
Letzte Vorbereitungen: Im Vorfeld seines Vortrages studiert Klaus-Dieter Gansleweit noch einmal einige Karten.Computer, Bücher und Kartenmaterial aufbewahrt. © Foto: MOZ/Caroline Reul
Caroline Reul / 16.01.2015, 06:31 Uhr
Henzendorf (MOZ) Ein wenig Kultur nach Henzendorf bringen, das ist Klaus-Dieter Gansleweit wichtig. "Das Dorf ist doch sehr abgelegen und wir haben etwa 130 Einwohner", begründet der Heimatforscher, der erst am vergangenen Wochenende von der Stadt Eisenhüttenstadt für sein ehrenamtliches Mitwirken an diversen heimatgeschichtlichen Publikationen ausgezeichnet wurde, sein Anliegen. Deshalb war es für ihn eine Selbstverständlichkeit, der Bitte von Ortsvorsteherin Ines Andreas nachzukommen und einen Vortrag im "HeideGasthof" zu halten.

Heute nun wird der 71-Jährige, der in Breslack aufwuchs, später nach Steinsdorf übersiedelte und nun in Henzendorf lebt, zum Thema "Landschaft und Geschichte zwischen Wirchen-, Göhlen- und Seilensee" sprechen. Es ist insgesamt der dritte Vortrag, den er in Henzendorf hält. "Beim ersten Mal ging es um die ältere Geschichte des Dorfes, beim zweiten Mal um die Ortschroniken", erinnert er sich. Er freut sich, dass in Henzendorf offensichtlich ein großes Interesse an der Heimatgeschichte besteht.

Den Inhalt des neuen Vortrags hat er sich eigens für den heutigen Abend erarbeitet. "Es wird vorrangig um die landschaftliche Entwicklung von der Eiszeit bis zur Gegenwart gehen", verrät er schon. Besonders Einblicke in Örtlichkeiten, die wenig bekannt und nur zu Fuß erreichbar sind, will er geben.

Um den Vortrag möglichst anschaulich zu gestalten, ist er losgezogen und hat selbst Fotos gemacht. "Bei den früheren Vorträgen konnte ich immer auf Dias zurückgreifen, jetzt arbeite ich mit moderner Technik." Denn eigens für den heutigen Anlass hat er sich Beamer und Leinwand angeschafft.

"Als Heimatforscher ist man ein wenig Einzelkämpfer", findet er. Es braucht viel Zeit und Elan, um an den Themen zu arbeiten. "Wenn man es ernst meint, muss man eben auch in die Archive fahren", nennt er ein Beispiel. In seinem Fall bedeutet das regelmäßige Besuche im Landeshauptarchiv in Potsdam. Aber auch nach Berlin und sogar nach Prag haben ihn seine Forschungsreisen schon geführt. "Wir gehörten ja früher mal zu Böhmen", erklärt er.

Das Hauptbetätigungsfeld von Klaus-Dieter Gansleweit, der studierter Germanist und Anglist ist, liegt aktuell in der Erforschung der Flurnamen von über 30 umliegenden Orten. Damit kehrt er quasi zurück zu seinen Anfängen, denn schon in seiner Dissertation von 1974 behandelte er "Die Flurnamen des früheren Stiftsgebietes Neuzelle".

Beginn des Vortrags ist heute um 19 Uhr im Gasthaus "HeideGasthof", Heidelandstraße 11, in Henzendorf.

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