Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Ein Rastplatz und ein großes Jubiläum

Lichtenberger Originale: Ortsvorsteherin Ellen Thom vor dem Bismarckturm am Ortseingang.
Lichtenberger Originale: Ortsvorsteherin Ellen Thom vor dem Bismarckturm am Ortseingang. © Foto: moz/thomas gutke
Thomas Gutke / 20.01.2015, 07:27 Uhr
Lichtenberg (MOZ) Mit knapp 400 Einwohnern ist Lichtenberg der kleinste Ortsteil Frankfurts. Umso bemerkenswerter ist es, was die Lichtenberger Jahr für Jahr bewegen.

Jede Menge Kies etwa. Den hatte die Kita "Haus am Teich" im vorigen Jahr zu verschenken. Und es gab auch eine Idee: mit dem Spielsand sollte der marode Volleyballplatz zu einer Beachvolleyball-Anlage umgestaltet werden. "Wir waren nicht begeistert", erinnert sich die Ortsvorsteherin Ellen Thom an die Diskussion dazu im Ortsbeirat. Doch: "Können wir ablehnen, ohne Menschen zu fragen, die Volleyball spielen? Nein", erklärt Thom, die daraufhin viele Haushalte befragte. Das Ergebnis: die meisten fanden den Vorschlag toll. Birgit Schrape nahm die Organisation in die Hand, fand Verbündete, die das Projekt mit Arbeitskraft, Sach- und Geldspenden unterstützten. Thom: "Der Ortsbeirat findet es so richtig gut, wenn eine Idee durch eine Initiative umgesetzt wird, die hinter dem Vorschlag steht."

Gefreut hat sich Ellen Thom auch über den Fortgang der Rekonstruktion des Bismarckturmes. "Im Jahr 2014 schauen wir dankbar auf den Baufortschritt der Ruine." 16 500 Euro wurde an Spendengeld verbaut. Finanziell und planerisch unterstützt wurde der Ortsteil dabei auch von der Stadt Frankfurt. Es gab zwei größere Arbeitseinsätze, wobei Ellen Thom das Engagement von Frank Genetzke und seiner Fußballerkollegen sowie Dietmar Noack besonders hervorhebt. Auch "Anlieger haben in einem Arbeitseinsatz Mutterboden verteilt. Frauen der Sportgruppe haben 200 Osterglocken gesteckt. Wir freuen uns auf das blühende Frühjahr." In naher Zukunft soll nun am Bismarckturm ein Rastplatz entstehen, mit Holztisch, zwei Holzbänken und Informationstafel. Dank vieler Spenden könne ein Antrag auf Förderung des Projektes gestellt werden, berichtet die Ortsvorsteherin.

Für 2015 ist Ellen Thom "voller Pläne und Tatendrang". Im Frühjahr soll die Kirchruine eine Spitze bekommen. Das hölzerne Skelett liegt schon auf dem Kirchberg (ein Bericht dazu folgt). Nächster Höhepunkt: Am 12. und 13. September feiert die freiwillige Feuerwehr ihr 100-jähriges Bestehen. Mithilfe von Spenden wollen die Lichtenberger zu diesem Anlass eine Tanne auf dem Platz hinter der Bushaltestelle pflanzen. Doch noch "warten wir geduldig auf den Bescheid der Verwaltung".

Der Vorschlag mit der Tanne kam von Dorothee Haucke. Sie ist seit Mai neu im Ortsbeirat. Zusammen mit Olaf Schüller "sind wir ein tolles Team", sagt Ellen Thom. Doch nicht nur auf ihre beiden Mitstreiter dort kann sie sich verlassen. Thom: "Wir danken allen Lichtenbergern, die sich ehrenamtlich für den Ort engagieren."

Termine 2015 in Lichtenberg: 30. April Maibaumsetzen; 9. Mai Sportfest; 12./13. September 100 Jahre Feuerwehr Lichtenberg und Dorffest; 14. November Schrottsammlung; 5. Dezember Rentnerweihnachtsfeier; Für den Frühjahrsputz und das Sommerfest auf dem Kirchberg stehen die Termine noch nicht fest.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG