Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

"Windkraft schafft leere Dörfer"

Detlef Klementz / 26.01.2015, 00:53 Uhr
Buchholz (MOZ) Im Gerätehaus der Buchholzer Feuerwehr herrschte am Sonnabendnachmittag geschäftiges Treiben. Gut ein Dutzend Bürger waren dem Aufruf der Wesendahler Ortsvorsteherin Bianca Heise gefolgt, gegen die geplante Windparkerweiterung zwischen den Altlandsberger Ortsteilen Stellung zu beziehen. Und das ganz konkret, indem entsprechende Plakate gefertigt werden sollten.

Und so geschah es auch. Martin Wischnewski, Mitglied des Buchholzer Ortsbeirats, war einer der ersten, der zu Farbe, Pinsel und Edding griff. Neben ihm malte Mirko Prinz die großen Buchstaben mit breitem Pinsel nach, die Tochter Lia mit Edding vorgezeichnet hatte: "Zu hoch, zu nah, zu viel".

Wie Prinz ist auch Ronald Marks nicht unmittelbar von den Windrädern betroffen. Er findet es aber nicht in Ordnung, dass die Belange der Einwohner "einfach beiseite geschoben werden". Wichtig wäre, in Debatten, Abstände zur Wohnbebauung festzulegen, findet er. Der Bebauungsplan solle so gestaltet werden, dass im Süden zwei neue Windräder und im Norden "mehrere, das könnten vier bis sechs sein", aufgestellt werden.

Mit großflächigen Plakaten mit Aufschriften wie "Vernunftkraft statt Windkraft" und "Windkraft schafft leere Dörfer" soll dagegen protestiert werden. Zehn solcher Plakate wurden Sonnabend gefertigt. Sie sollen gut sichtbar am Straßenrand platziert werden.

Kommentare

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
uhmann 26.01.2015 - 19:29:41

Windkraft macht krank

Wer hier anzweifelt, dass die in der MOZ zu lesende Nachricht nicht objektiv sei, verdient wahrscheinlich am Wahnsinn mit der Windkraft mit. Längst ist bewiesen, dass die vielfach schon auf über 200 m hohen Betontürme Quellen gesundheitsschädlichen Infraschalls sind. Dieser niederfrequente Schall, teilweise im nicht hörbaren Bereich beeinflusst den Körper je nach Veranlagung zuweilen erheblich. Deshalb ist es vernünftig, diese Türme mindestens das 10-Fache ihrer eigenen Höhe von Wohnbebauungen fern zu halten. Wenn jemand darüber berichtet, das Bürger genau derartige Maßnahmen fordern, ist das allemal eine objektive Berichterstattung. Dass damit bei Windabzockern Unmut erzeugt wird, ist normal.

Goeldenitz 26.01.2015 - 08:33:22

objektiv?

Liebe Redaktion der MOZ. Meinen Sie, dass diese mit einem Zitat getarnte Überschrift des Artikels wirklich eine objektive Darstellung des Meinungsbildes bzw. der tatsächlichen Vorgänge und Hintergründe vor Ort darstellt? Im Vergleich der bekannten Fakten und mit Blick auf die allgemeine demografische Entwicklung muss ich hier sogar vorsätzliche Falschinformation unterstellen. Darüber hinaus fehlt mir hier auch die Darstellung der Meinung des Gemeinderates, der Bürger, die keine Gegenposition haben, der Vereine vor Ort, der Landwirte, der umliegenden Gemeinden oder auch die des Investors? Hier kann ich nur mutmaßen oder mir eine Meinung über die qualitative Arbeit bilden. Das einige, in Deutschland weit verbreitete und zuweilen fragwürdige Printmedien häufig Partei ergreifen, ist nicht neu. Diese Eigenschaft habe ich bis heute nicht der MOZ zugeschrieben - möchte mich aber hier korrigieren. Schade.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG