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Zwei Stunden Debatte um neue Windräder

Andreas Wetzel / 30.01.2015, 05:31 Uhr
Biegen (MOZ) Der brandenburgische Regionalentwicklungsplan, dessen neuer Entwurf in diesem Jahr verabschiedet werden soll, sieht im Osten und Süden von Biegen ein sogenanntes Windeignungsgebiet vor. Zündstoff genug für eine lebhafte Debatte am Mittwoch im Ortsbeirat.

Zwei Planungsbüros stellten ihre Idee vor, für das Areal nördlich der Straße nach Dubrow einen Bebauungsplan zu erstellen, mit dem die Zahl der Windräder auf 19 oder sogar nur 14 (dann größere) Anlagen begrenzt werden könnte. Ob damit die Flächen südlich der Straße für weitere Anlagen blockiert werden könnten, müsste über einen Änderungsantrag im Regionalentwicklungsplan versucht werden.

Wie schwierig das wird, zeigte sich in der Diskussion: Es meldete sich der Vertreter eines dritten Planungsbüros zu Wort, der in eben diesem Areal ebenfalls schon Gespräche mit Grundeigentümern geführt hat. Erklärte Windkraftgegner wie Manfred Wilke, ehemals Ortsvorsteher, und Andreas Persicke machten deutlich, dass sie am liebsten gar keine Anlagen sehen würden - was, so beschied ihnen Bauamtsleiterin Martina Müller, allerdings keine Option sei.

In der Debatte zeigte sich dann auch, dass es wenig Möglichkeiten gibt, dass außer den Grundeigentümern die Gemeinde an der Windkraft mitverdienen könnte.

Fazit nach zwei Stunden: Der Ortsbeirat strebt an, nach Rechtskraft des Regionalentwicklungsplans mit eigenem Baurecht möglichst viele Steuerungsmöglichkeiten zu behalten.

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