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Im Schloss Bomsdorf können schon jetzt bunt bemalte und reich verzierte Eier bestaunt werden

Ein Hauch von Ostern im Februar

Farbenfrohe Mosaike: Im Schloss Bomsdorf gibt es bereits jetzt reich verzierte Ostereier der Familie Keller aus Neuzelle sowie anderer Künstler zu sehen. Die Ausstellung läuft aber noch bis nach Ostern.
Farbenfrohe Mosaike: Im Schloss Bomsdorf gibt es bereits jetzt reich verzierte Ostereier der Familie Keller aus Neuzelle sowie anderer Künstler zu sehen. Die Ausstellung läuft aber noch bis nach Ostern. © Foto: MOZ/Caroline Reul
Caroline Reul / 01.02.2015, 05:36 Uhr
Bomsdorf (MOZ) Der Februar hat kaum begonnen, im Schloss Bomsdorf stehen die Zeichen dennoch schon auf Ostern. Familie Keller aus Neuzelle zeigt dort bereits jetzt in einer kleinen Ausstellung einige ihrer reich verzierten Ostereier. Am 7. Februar werden die Künstler für einige Erklärungen vor Ort sein.

Im Park suchen können die Besucher des Schlosses Bomsdorf noch keine Ostereier, sie bestaunen im Inneren der Gaststube aber schon. René Schwark, Gastwirt in der Schlossgaststätte findet es nicht allzu verfrüht. "Es sind ja grad mal noch acht Wochen bis Ostern", findet er. Als Edwin Keller fragte, ob er nach der Premiere im vergangenen Jahr auch diesmal wieder hier ausstellen darf, waren die Betreiber sofort einverstanden. "Und weil Herr Keller bis Ostern so viel zu tun hat, gibt es die Eier bei uns eben jetzt schon zu sehen", ergänzt René Schwark.

Es ist natürlich nur eine kleine Auswahl all der Eier, die Edwin Keller und seine Frau Ingrid in den vergangenen Jahrzehnten geschaffen haben. In der Gegend ist das Paar längst bekannt, das seine Liebe zu den reich verzierten sorbischen Ostereiern bei einer Spreewaldexkursion bereits in den 50er Jahren entdeckte.

In der Ausstellung sind auch Eier anderer Künstler sind zu sehen. Einige sind farbenfroh in Mosaiktechnik bemalt, andere mit grünen Ranken verziert. Bunte Schmetterlinge zieren weiße Eier, die zwölf Tierkreiszeichen schimmern dank der Fräsetechnik und Schlagmetall in gold-rot-blau von den ovalen Kunstwerken. Besonders filigrane Verzierungen sind mithilfe der Kratztechnik auf die Eier gebracht worden.

Auch Sprucheier hat Edwin Keller geschaffen. "Lache und die Welt lacht mit dir, schnarche und du schnarchst allein", steht da auf einem geschrieben. Die Künstlerin Renate Radoy hat sogar die Ballade "Osterspaziergang" von Johann Wolfgang von Goethe auf einem ihrer Eier verewigt.

Für die Gestaltung wurden nicht nur Hühnereier verwendet, auch Taubeneier sind beispielsweise darunter. Andere Exemplare zeigen wiederum, welche Schönheit die Natur schaffen kann. Steineier befinden sich nämlich ebenfalls in der Vitrine, die von den Meereswellen des Mittelmeeres geformt wurden.

René Schwark freut sich, dass er die kleine Ausstellung, die aus einer großen Vitrine im Eingangsbereichs des Schlossrestaurants besteht, wieder präsentieren kann. "Unsere Gäste können diese bei ihrem Besuch dann kostenlos bestaunen", sagt er. Aber auch der umgekehrte Fall wäre für ihn vorstellbar: An der Ausstellung Interessierte könnten kommen und anschließend für beispielsweise einen Kaffee einkehren, fügt er lächelnd hinzu.

Am 7. Februar, das kann er schon verraten, wird es sich besonders lohnen zu kommen. Dann nämlich wird Familie Keller von 13.30 bis 15 Uhr selbst anwesend sein, um einiges zu ihrer Kunst zu erzählen, Techniken zu erläutern und Besuchern sonstige Fragen zu beantworten.

Insgesamt 3000 Eier aus 29 Ländern aus aller Welt hat die Familie mittlerweile gesammelt. In ihrer eigenen Arbeit bleibt sie den traditionellen Techniken des Spreewaldes treu, geht aber auch viele neue Wege, die durch neue Materialien und einen veränderten Zeitgeist bestimmt werden, schreibt Edwin Keller in einem Beitrag, den er erklärend zu den Exponaten gestellt hat.

Die 15. Internationale Ostereierausstellung mit 600 Eiern aus der Sammlung von Familie Keller gibt es dann ab 4. März im Strohhaus zu sehen.

"Kleine Ostereierausstellung", noch bis zum 10. April täglich außer donnerstags ab 11 Uhr für Gäste des Schlosses zu besichtigen.

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