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Neujahrsempfang im Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk / Information über Projekte für junge Mütter und in der Altenpflege

Respekt für zuverlässigen Partner

Freunde von der Pomerania: Thomas Tenner aus Schwedt, Gerard Lemke aus Chojna und Joachim Benthin, Landrat a. D. im Gespräch auf dem Empfang.
Freunde von der Pomerania: Thomas Tenner aus Schwedt, Gerard Lemke aus Chojna und Joachim Benthin, Landrat a. D. im Gespräch auf dem Empfang. © Foto: Stefan Csevi
Eva-Martina Weyer / 02.02.2015, 06:50 Uhr
Groß Pinnow (MOZ) In sieben Bundesländern und in Polen und Tschechien betreibt das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) Einrichtungen der Sozialarbeit und der Altenpflege. Das hat EJF-Vorstand Norbert Schweers auf dem Neujahrsempfang in Groß Pinnow deutlich gemacht.

Über geleistete Arbeit reden, bei gutem Essen Kontakte knüpfen oder festigen - dies stand im Mittelpunkt des Empfangs auf dem Landhof Arche in Groß Pinnow. Das EJF betreibt den Hof als deutsch-polnische Begegnungsstätte und hat ihn ständig weiter entwickelt.

In den Landkreisen Uckermark, Barnim und Oder-Spree hat das Fürsorgewerk im vergangenen Jahr zahlreiche Projekte verwirklicht. Mittlerweile hat das EJF 3700 Mitarbeiter. "Dass wir so stark wachsen, hatten wir so nicht vor", fasste Vorstand Norbert Schweers in seinem Rückblick auf 2014 zusammen.

Das EJF ist längst zu einem großen Arbeitgeber in Schwedt und in den Ämtern Gartz und Oder-Welse geworden. So ist Anfang 2014 in dem kleinen Dorf Luckow bei Casekow der Weidenhof 2 eröffnet worden. Dort werden Jugendliche in schwierigen Lebenslagen untergebracht und gefördert.

Seit 2014 kocht eine neue Küche auf dem Landhof Arche mehr Essen für noch mehr Gäste. Weitere Übernachtungsmöglichkeiten wurden geschaffen.

Im Oktober zog das Schwedter Mutter-Kind-Projekt "Pauline" aus dem Stammhaus am Talsand aus und in die Berliner Straße ein. Dort werden Kinder unter drei Jahren und ihre jungen Mütter betreut, die noch zur Schule gehen. Mit Fördermitteln in Höhe von 53 000 Euro und viel Eigenleistung, unter anderem von den technischen Mitarbeitern und den Jugendlichen aus Frostenwalde, konnte das neue Objekt errichtet werden.

Norbert Schweers zeigte sich erleichtert: "Im Dezember 2014 haben wir die Geldverhandlungen mit dem Landkreis Uckermark über unsere Arbeit in der Jugendhilfe abgeschlossen. Das bringt unseren Mitarbeitern und ihren Familien große Sicherheit und Zufriedenheit."

Seit einem Jahr engagiert sich das EJF in der Flüchtlingshilfe. "Das passt in unser christliches Leitbild", sagte Norbert Schweers. "Wir werden 2015 in Oderberg weitere Plätze für 80 Flüchtlinge schaffen." Mit der Wohnbauten GmbH Schwedt wird das EJF demnächst einen Vertrag schließen über die Betreuung alter und Pflegebedürftiger Menschen in der künftigen Regenbogensiedlung von Schwedt. Und natürlich würden die Mitarbeiter auch einen Festwagen gestalten für den Umzug zur 750-Jahr-Feier von Schwedt.

Kurz vor dem Abschluss steht ein gemeinsamer Projektantrag mit Polen zur Ausbildung deutscher und polnischer Arbeitsloser in Pflegeberufen.

Bürgermeister aus der ganzen Region, Geschäftspartner und Freunde des EJF sowie Kooperationspartner aus den polnischen Städten Chojna, Gryfino und Debno lauschten den Worten von Norbert Schweers und konnten ihre Anerkennung nicht verhehlen.

Landrat Dietmar Schulze sagte: "Ich zolle dem Engagement des EJF in der Jugend- und Sozialarbeit sowie der Altenpflege höchsten Respekt. Das Fürsorgewerk ist ein äußerst wichtiger und zuverlässiger Partner im Landkreis."

Identifikationsfigur vor Ort ist Regionalleiterin Sigrid JordanNimsch. Sie erhielt viele Blumen und einen vollendeten Handkuss von dem jungen stellvertretenden Bürgermeister aus Debno, Wojciech Czepulkowski. In Debno betreibt das EJF eine grenzüberschreitende Begegnungsstätte. Der Vize-Bürgermeister aus Chojna, Wojciech Dlugoborski, wies darauf hin, dass die Zusammenarbeit des EJF mit polnischen Partnern bereits 20 Jahre währt. Erst vor wenigen Wochen sei eine EJF-Stiftung in Gorzow gegründet worden, die sich bedürftigen Menschen zuwendet. Der Besuch des Empfangs sei ihm Herzenssache, aber er wolle doch bald wieder nach Hause zurück, weil Polen bei der Handball-WM in Katar ein wichtiges Spiel habe.

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