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Ein Viertel der Wohnungen steht leer

© Foto: Johann Müller
Doris Steinkraus / 05.02.2015, 21:35 Uhr
Küstriner Vorland (MOZ) Die Seelower Wohnungsbaugesellschaft verwaltet 249 kommunale Wohnungen in den drei Ortsteilen der Gemeinde. In Gorgast und Küstrin-Kietz sind alle Wohnungen belegt. Sorgenkind ist Manschnow. Im Neubaugebiet steht ein Drittel leer.

Die Blocks in der Friedensstraße in Manschnow sind das Problem Nr. 1. Von den 196 Wohnungen dort stehen derzeit 60 leer. Das sind knapp 30 Prozent. Einen Block hatte die Kommune bereits verkauft, er wurde von einem Unternehmen aus Thüringen saniert und wird von ihm vermarktet. Im Gemeinderat von Küstriner Vorland fragte der Abgeordnete Detlef Bräuning, welches Konzept die Seelower Wohnungsbaugesellschaft (Sewoba) gegen den Leerstand hat? Die Sewoba verwaltet seit 2000 die kommunalen Wohnungen der Großgemeinde - und dies seitdem zu den gleichen Konditionen, wie Sewoba-Geschäftsführer Hans Peter Thierfeld betonte.

Die Vermietung sei schwierig, bekannte er. Regelmäßig gebe es Gespräche im Amt Golzow, in denen es um den Wohnungsbestand geht. In Verträgen sei vereinbart, dass Instandhaltungen mit einem Umfang bis zu 7000 Euro durch den Verwalter vom Amt schriftlich zu bestätigen sind. Nur kleinere Aufträge unter 1000 Euro kann die Sewoba ohne Rücksprache erteilen. Bei Einzelmaßnahmen, für die mehr als 7000 Euro ausgegeben werden, ist eine Beschlussfassung durch die Gemeindevertretung erforderlich.

Die Wohnungen im Neubaugebiet sind nur teilsaniert. "Die Kommune kann es sich angesichts ihrer Finanzsituation nicht erlauben, auf Vorrat Wohnungen aufwändig herzurichten", machte Thierfeld deutlich. Küstriner Vorland arbeitet mit einem Haushaltssicherungskonzept. Man agiere, sobald es Interessenten gibt. Dafür werde in der regionalen Mieterzeitung und neuerdings auch in einem Immobilien-Portal geworben.

Amtsdirektor Lothar Ebert sprach eine Alternative an, für die sich bisher im Gemeinderat noch niemand erwärmen konnte. Ebert verwies auf die Probleme des Landkreises bei der Unterbringung von Asylbewerbern. Er habe bereits vor einiger Zeit darauf hingewiesen, dass die Gemeinde Familien aufnehmen könnte. Menschen würde geholfen und kommunale Wohnungen würden vermietet. Mit Kita, Arztversorgung, Einkaufsmarkt und anderen Angeboten seien wichtige Voraussetzungen gegeben.

Bürgermeister Werner Finger argumentierte, dass man im Vorfeld erst mit den Bürgern sprechen müsste. Die Entscheidung, ob dem Kreis ein derartiges Angebot unterbreitet wird, sollte nicht nur die Gemeindevertretung treffen.

Im Nachgang der Beratung hat Thierfeld den Küstrin-Vorländern seine Unterstützung angeboten. "In Seelow praktizieren wir die dezentrale Unterbringung von Asylbewerberfamilien", sagt er. "Wir haben bisher gute Erfahrungen gesammelt." Aus seiner Sicht funktioniere über solch eine Unterbringungs-Lösung die Integration am besten. Er verweist auf die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in Vereinen der Stadt. Im Gespräch, dass Thierfeld nach der Gemeinderatssitzung mit Detlef Bräuning und dem Manschnower Ortsvorsteher Uwe Kunert bereits vereinbart hat, werde er auch darüber berichten.

Thierfeld hatte im Gemeinderat auch eine gute Nachricht: Die Mietschulden sind rückläufig. Sie lagen Ende 2014 bei 48 000 Euro. "Die Zahl der Mietschuldner sank von 91 auf 61", berichtete er. Mit 15 Mietern seien Ratenzahlungen vereinbart worden. Man musste in zwei Fällen fristlos kündigen und in weiteren zwei Fällen die Zwangsräumung veranlassen.

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.... 06.02.2015 - 20:31:19

Die Welt der Fachkräfte ...

... im Gang Nam Style https://www.youtube.com/watch?v=PyFhXmaTlw4

.... 06.02.2015 - 20:25:16

:D ...

... das muss eine Fachkraft sein, ich könnte das so nicht ...

kurt 06.02.2015 - 19:33:16

hier der Anhang

https://dwdpress.wordpress.com/

kurt 06.02.2015 - 19:31:56

@...

... doch, es kommen auch Ärzte und Ingenieure. Es gibt auch Menschen mit 17 Namen.

.... 06.02.2015 - 16:25:46

Wer nach dem Artikel noch an Wunder glaubt ...

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/einwanderer-gegen-das-demografieproblem-in-deutschland-13404969.html 80% der Flüchtlinge haben keine Ausbildung ...

hinter den Kulissen 06.02.2015 - 14:23:13

erst denken, dann sprechen!

Die unprofessionelle Art und Weise, mit der hier der Amtsdirekror vorgeht ist kaum zu über treffen! Bevor ich in einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderates solch ein aktuell brisantes Thema anspreche, sollte ich mich grundlegend mit solcher Thematik befassen. Verfolgt man derzeit die Medien gibt es nicht nur Fürsprecher zur dezentralen Unterbringung von Asylanten. Man prüfe also als aller erstes welches Klientel im unmittelbaren Umfeld der leerstehenden Wohnungen lebt. Es ist wohl kaum mehr ein Geheimnis, dass diese Wohnsiedlung nicht gerade wohlgesinnt den Ausländern gegenübersteht. Allein der Fakt genügt der Zusammenleben bzw Einleben mit Einwohnern und Asylanten utopisch macht! Des weiteren haben wir hier in der Umgebung generell wenig Möglichkeiten (um nicht zu sagen gar keine Möglichkeiten) diese Menschen, welche Not und Elend leiden mussten vernünftig zu integrieren. Einerseits werden Sicherheitspartner ernannt (in der selben Sitzung), weil uns die Polen das Hab und Gut unter dem Arsch weg stehlen und andererseits schlägt der Amtsdirektor vor, Flüchtlinge in die leerstehenden Wohnungen zu verfrachten!!! Sicherlich haben wir eine Kita gleich nebenan-diese könnten Flüchtlingskinder besuchen. Jedoch kann man sich, wenn man sich mit den Befindlichkeiten der Bevölkerung im Küstriner Vorland befassen würde an einer Hand abzählen, dass ein Großteil der Eltern, dessen Kinder derzeit die Kita besuchen, diese in andere Einrichtungen bringen werden, wenn direkt nebenan das neue Domizil der Asylanten entstehen soll. Das nennt man dann Integration der Flüchtlinge und Vertreibung der eigenen Bevölkerung!!!! Als Amtsdirektor sollte man hinter den Bürgern des Amtsbereiches stehen und sie nicht vor vollendete Tatsachen stellen wollen. Kein Abgeordneter kam auf die Idee dieses Thema anzusprechen, aber ein Herr Ebert kann das natürlich! Solche empfindlichen Themen gehören als aller erstes mit den Abgeordneten in einem angemessenen Rahmen und Umfeld besprochen. Nicht wahllos ohne Abwägung von Für und Wider Halbwahrheiten in die Massen streuen!!! Hier ist Professionalität gefragt! Und nicht der Amtsdirektor! Trinken sie ruhig in ihrer Amtsstube einen Kaffee mehr und über lassen das Denken den Fähigen!

XY 06.02.2015 - 12:25:05

@ XXXX

du bist ja ne richtige knallerbse... ich bin wahrlich kein linker... aber so einen kommentar kann nur jemand schreiben, der einen iq wie knäckebrot hat... hast du den artikel überhaupt komplett gelesen ??? wo sind denn deiner meinung nach die deutschen, die in manschnow eine wohnung brauchen ??

xxxx 06.02.2015 - 12:15:33

leer

nix da für die ausländer die wohnung zur verfügung zu stellen.die sollen bleiben wo sie sind.gibt genug deutsche die eine wohnung brauchen.

M..... 06.02.2015 - 10:50:07

Arbeitsplätze

Welche Arbeitsplätze werden denn deswegen geschaffen? Die Kita stellt deswegen keine Erzieher mehr ein. Die Schule keine Lehrer. Der Edeka keine Verkäufer. Man kann sich die Sache auch schön reden. Ich darf beruflich etwas mehr Einblick nehmen, wenn es um die Eingliederung und Bewirtung der Flüchtlinge geht. Aber glauben Sie mir, hinter die Kulissen mag da keiner sehen. Und darüber berichtet schon gar nicht. Eingliederung, Anpassen, Anerkennung der geltenden Rechte sind Sachen, die viele der Asylanten gar nicht wollen. Aber bitte werte Herren und Damen, welche die Entscheidungen treffen, denn der Bürger darf es nicht, reden Sie die Sache weiter schön. Investieren Sie weiter viel Geld in die Modernisierung der leerstehenden Wohnungen und glauben an die Schaffung von Arbeitsplätzen.

.... 06.02.2015 - 09:37:54

Nun Andy ...

... jetzt weisst Du aber auch warum der Arbeiter und Bauerstaat nur in der Theorie, auf einem Blatt Papier funktionieren konnte ;-) Es kommen keine Professoren und Doktoren aus diesen Ländern hier her, um Arbeitsplätze schaffen und einen Sozialstaat zu erhalten - die gehen in klassische Einwanderungsländer wie z.B. Kanada oder vor allem die USA um dort Geld zu verdienen ...

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