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Glanzvoller Auftakt

Virtuose Musiker: Das Trio Arimany mit Christoph Ewers, Claudi Arimany und Eduard Sánchez (von links) präsentierte beim Gastspiel in Groß-Ziethen unter anderem Werke von Mozart und Haydn.Foto: Katja Schrader
Virtuose Musiker: Das Trio Arimany mit Christoph Ewers, Claudi Arimany und Eduard Sánchez (von links) präsentierte beim Gastspiel in Groß-Ziethen unter anderem Werke von Mozart und Haydn.Foto: Katja Schrader © Foto: Katja Schrader
Katja Schrader / 24.03.2015, 02:00 Uhr
Groß-Ziethen (MOZ) Die Havelländischen Musikfestspiele haben auf Schloss Ziethen einen glanzvollen Anfang genommen. Viele Besucher waren am Sonntag allein von der malerischen Kulisse der Schlossanlage so hingerissen, dass sie schon vor Beginn des Konzertes ins Schwärmen gerieten. Das Gastspiel des Trio Arimany übertraf ihre Erwartungen noch um einiges.

Die spanischen Künstler Claudi Arimany und Eduard Sánchez habe einst ein Lehrer-Schüler-Verhältnis verbunden. Davon sei längst nichts mehr zu spüren. "Das ist Kongenialität", meinte der Leiter der Festspiele, Frank Wasser. Arimany arbeitete mit großen Orchestern der Welt, konzertierte in fast allen Ländern Europas und darüber hinaus in den Vereinigten Staaten, Kanada, Israel, China und Japan. Besonders interessant sei seine Flöte, erklärte Wasser. Sie wurde 1948 für einen der bedeutendsten Flötisten des 20.Jahrhunderts, Jean- Pierre Rampal, gebaut. Arimany sei sein persönlicher Freund gewesen. Am Totenbett habe Rampal ihm diese Querflöte vermacht. Sie sei anders gebaut und im Klang weicher und runder. Auch Eduard Sánchez, der unter anderem bei Arimany in Valencia studierte, führten Solokonzerte bereits in viele Länder Europas. Am Klavier begleitet wurden die beiden Flötisten von Chistoph Ewers. Er begann seine Karriere als Kirchenmusiker und absolvierte eine pianistische Ausbildung bei Karl-Heinz Lautner und Eliza Hansen.

Schon das "Trois Duos de Mendelssohn et Lachner" von Theobald Böhm brachte das Publikum zu einem langanhaltenden Applaus. Eine Freude war es, den Künstlern bei ihrem Spiel auf den Querflöten zuzusehen. Begeistert zeigten sich die Besucher auch von der Bearbeitung dreier Opernarien aus Wolfgang Amadeus Mozarts "Zauberflöte" für zwei Flöten. Nach dieser schlossen sich die Flötisten selbst ergriffen in die Arme. Weitere Stücke waren von Emil Kronke, Franz Doppler und Joseph Haydn. Beim Duo Concertante über Motive der Oper "Rigoletto" von Giuseppe Verdi ging ein erfreutes Raunen durch das Publikum. Erst nach einigen Zugaben entließen die Gäste die Künstler.

Die Havelländischen Musikfestspiele organisieren in dieser Saison etwa 40 Veranstaltungen. "Wir sind der nördlichste Festspielort", sagte Schlossherr Rafael von Thüngen. Früher habe er selbst Konzerte organisiert. Er freue sich aber über die Begegnung mit Wasser. "Ich bin wahnsinnig froh, dass wir zusammengefunden haben. Er versteht viel mehr von der Musik und den Künstlern. Ich stelle den Raum zur Verfügung." Er sei immer bemüht, den Park und das Haus zu öffnen und als einen Ort erlebbar zu machen, wo sich Kulturinteressierte treffen können. "Zu solch einem Haus gehört einfach auch Kultur. Und wir wollen nicht nur im Verborgenen sein", so der Schlossherr.

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