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Birkholzer Kuh erreicht 100 000 Liter und wird dafür gelobt

Coras Milchleistung ist spitze

Stimmt auch alles? Cora scheint sich auf diesem Foto von der Richtigkeit der Urkunde überzeugen zu wollen. Uwe Roloff zeigt ihr die Ehrung für 100 000 Liter Milchleistung.
Stimmt auch alles? Cora scheint sich auf diesem Foto von der Richtigkeit der Urkunde überzeugen zu wollen. Uwe Roloff zeigt ihr die Ehrung für 100 000 Liter Milchleistung. © Foto: MOZ/Hans Still
Hans Still / 05.04.2015, 07:45 Uhr
Birkholz (MOZ) Sie zählt gerademal zwölf Lenze, brachte aber bereits neun Kälber zur Welt und hört auf den schönen Namen Cora. Die schwarz-bunte Milchkuh der Rasse Deutsche Holstein auf dem Gelände der Milchviehanlage Birkholz an der Schwanebecker Chaussee darf sich seit Donnerstag als Preisträgerin bezeichnen, wenn sie denn reden könnte. 100 000 Liter Milch gab sie seit ihrer Geburt ab, dafür wurde Cora am Donnerstag von Zuchtinspektor Michael Hennicke von der RBB Rinderproduktion Berlin-Brandenburg GmbH geehrt.

Immerhin zwei Urkunden brachte der Zuchtwart mit, eine Flasche Sekt und eine Flasche "Bullenschuß", ein kräftiger Kräuterlikör. Für Cora sollte es einen grünen Kranz geben, doch das scheue Rind mochte sich nicht gern anfassen lassen. "Die Tiere sind scheu und Berührungen nicht gewohnt. Das ist heute anders als früher", erklärte Uwe Rohloff, Anlagenleiter der Stadtgut Berlin Birkholz KG, die Zurückhaltung seines Schützlings. Für 750 Milchkühe zeichnet Rohloff verantwortlich, die Laufstallhaltung gehört zum Alltag der Rinder. "Sie haben pro Tag zwei Melkdurchläufe, ansonsten können sie machen, was ihnen gefällt", berichtet Rohloff weiter. Fressen und saufen, ruhen, herumlaufen, dann wieder Milch geben - so gestaltet sich Coras Alltag.

Mit 100 000 Litern überragt Cora den Brandenburger Durchschnitt bei Weitem, der liegt nämlich bei 26 085 Litern. Die Gründe dieser überragenden Milchleistung seiner Spitzenkuh kann Rohloff nur erahnen. "Sie ist nicht krank, fällt nicht auf, hat immer normal gekalbt."

Sollte die Milch mal nicht mehr so fließen, darf Cora angesichts ihrer Verdienste auf einen erfüllten Lebensabend hoffen? "Auch wenn es doof klingt, dann muss sie leider weg. Wir sind hier kein Gnadenhof", reagiert Rohloff kühl. Letztlich bleibt die Milchproduktion ein Geschäft, in dem nur Zahlen zählen. Aber noch ist Cora Spitze und die einzige Kuh im Stall, die die 100 000 Liter erreichen konnte.

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