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Notfallplan schonin der Schublade

Pferdelunge: Auf der Hintour reihte sich Markus Werner (Nummer 192) hinten den Duathleten ein. Auf der zweiten Runde überholte keiner den Rheinsberger, der Ende April den Big 25 in Berlin angehen will.
Pferdelunge: Auf der Hintour reihte sich Markus Werner (Nummer 192) hinten den Duathleten ein. Auf der zweiten Runde überholte keiner den Rheinsberger, der Ende April den Big 25 in Berlin angehen will. © Foto: MZV
Matthias Haack / 14.04.2015, 20:13 Uhr - Aktualisiert 15.04.2015, 22:09
Dorf Zechlin (MZV) Ein gewaltiger Stein fiel den Organisatoren des Braminseelaufes vom Herzen, als sie die nachösterliche Wettervorhersage hörten. Der Notfallplan verschwand wieder in der Schublade.

Matthias Pagel zur vierwöchigen Vorbereitungszeit: "Vor zwei Wochen noch so matschig und überschwemmt, dass wir überlegten, eine neue Streckenführung anzubieten. In Richtung Flecken, also eine höhere Lage und nicht durch den Grund am Braminsee. Aber kein Regen in den letzten zehn Tagen, viel Wind, viel Sonne - da wurde die Feuchtigkeit rausgezogen."

Schnelle Füße waren beim Runden des Braminseelaufes und auf der Radstrecke bis Kunsterspring gefragt.
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Ruppiner Duathlon und Braminseelauf in Dorf Zechlin

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Letztlich standen am vorigen Sonnabend 61 an der Startlinie, um das Gewässer ein-, zwei- oder dreimal zu umrunden oder bis an dessen Ufer und zurück zu laufen. Denn erstmals bot den Pagel und sein Team einen Kinderlauf an. Die Idee brachte im vorigen Jahr Frank Berger ein. Seine Tochter Helena habe so viel Energie, lobt Pagel, dass sie "sportlich mehr machen will und so konnte bestimmt sehr gut am Abend einschlafen". Die Siebenjährige wurde unter den neun Premiere-Läufern Vierte. Pagel: "Die Eltern arbeiteten autark für den Kinderlauf, denn das kann unsere Gruppe nicht zusätzlich leisten. Es hat wunderbar geklappt, Eltern und Kinder sind super glücklich. Klar wird das im nächsten Jahr wieder gemacht."

Insgesamt sei der Braminseelauf erneut reibungsfrei über die Bühne gegangen, auch wenn einige mit ihren Schuhe im Modder hängen blieben oder stolperten. Fußballer Martin Dachselt, der mit Dirk Aßmann vom SV Union Neuruppin anreiste, konnte "keine Sekunde den Blick vom Boden heben aus Angst zu fallen." Andere sprachen von "einen abenteuerlichen Metern".

Bis auf eine Panne, beim zeitgleichen Duathlon verpasste der Führende trotz Leitsystem einen Abzweig und beklagte zudem einen Defekt am Sattel, wurden keine wesentlichen Schwierigkeiten gemeldet. Pagel: "Wir sind vier bis acht Leute, die das hier stemmen. Sehr viel hilft auch Marcel Mann, der viele Ortsansässige bewegt, beispielsweise den Acker zu eggen. Somit hatten wir eine super Strecke - natürlich ist sie wie immer sehr anspruchsvoll. Aber die Sorgen mit den Wurzeln können wir einfach nicht beheben. Der KSB markiert die größten farblich und greift uns auch beim Präparieren der Strecke unter die Arme." Es sei eben kein Event für Profis, sondern klar als "Volkssport" zu sehen. Dazu passt, dass das Einpflegen der Ergebnisse ohne Rechner erfolgt, also handschriftlich. "Und den bürokratischen Aufwand nimmt uns ja der KSB ab. Erstklassig ist auch, dass die Stadt Rheinsberg uns eine Fläche zur Verfügung stellt, von der wir sagen: Wir hatten noch nie so ein tolles Areal im Start-Ziel-Bereich. Es gab Zeiten, da stand das Gras kniehoch."

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