Das Nachrichtenportal für Brandenburg

Landwirte warten auf Geld vom Land

Annika Bischof / 15.04.2015, 05:41 Uhr
Birkholz/Görzig (MOZ) Nachdem in der Nacht zum Montag bei einem Angriff auf die Schafsherde von Maik Östreich in Görzig zwölf Tiere getötet wurden, stellt sich die Frage nach einer baldigen Entschädigung durch das Land Brandenburg. Henrik Staar, Besitzer des Guts Hirschaue in Birkholz, informierte dazu, dass auch er noch auf eine Entschädigung wartet. "Geld ist auch bei uns noch nicht geflossen." Vor Juni sei damit auch nicht zu rechnen, da der Haushalt der Landesregierung noch nicht beschlossen sei. Anders als bei Östreich liege ihm jedoch schon das Ergebnis aus den Genproben vor, die nach einem Angriff in seinem Wildgehege Anfang März genommen worden war. "Der Wolf konnte eindeutig identifiziert werden", sagte Staar. Das hätten sowohl Haare als auch Speichelspuren ergeben.

Zugleich habe sich das Landesamt bei ihm gemeldet, um eine Schadensaufnahme zu machen. "Dabei wurden telefonisch Angaben zu den Tieren wie zum Beispiel das Alter abgefragt", berichtet der Birkholzer. Viel mehr sei aber noch nicht geschehen. Ähnlich sieht es mit der Zusicherung für Ausgaben bei der Prävention aus. Elektrozäune, wie sie in Gut Hirschaue aufgestellt wurden und bei Maik Östreich in dieser Woche entstehen, müssen beide vorerst aus eigener Tasche bezahlen. "Doch ein Antrag kann hierfür auch gestellt werden", sagt Staar.

Gelder kommen für derlei kurzfristige Maßnahmen aus dem Naturschutzfonds des Landes. Doch wann diese finanzielle Unterstützung fließt und ob am Ende überhaupt ausgezahlt wird, ist unklar.

Kommentare

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
xxo 15.04.2015 - 09:13:08

unlogisch

...unabhängig von meiner allgemeinen Meinung zum Wolf in unserem (zu) dicht besiedelten Deutschland, fällt es mir doch hier und da schwer zu glauben, dass es in einigen Fällen der Wolf sein soll. Der Wolf jagt von Natur aus nicht zum Spaß, sondern um zu überleben. 1 Stück reißen, fressen...weiter.... Etliche Stücke aber nur exikutieren und anknabbern, spricht meines Wissens nach (ich hab nur wenig Wissen) nicht für den Wolf. Eher für ein paar gelangweilte Hunde die einige Wochen unterwegs sind und sich gewisse, noch ungeordnete Züge, aneignen. Wenn dann der Wolf als Täter indentifiziert wird, auch wenn es noch so unlogisch erscheint, muss man sich immer die Frage stellen: "Wer profitiert davon?"

XXO 15.04.2015 - 06:32:27

.....

....8x57 wäre günstiger!

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG