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Päoniengarten lädt wieder ein

Alles ausgeschildert: Lutz Ihbe hat den parkähnlichen Garten etwas umgestaltet und vor allem die exotischen Pflanzen wie diesen Tulpenbaum mit Schildchen versehen, die dem Laien den Rundgang erleichtern.
Alles ausgeschildert: Lutz Ihbe hat den parkähnlichen Garten etwas umgestaltet und vor allem die exotischen Pflanzen wie diesen Tulpenbaum mit Schildchen versehen, die dem Laien den Rundgang erleichtern. © Foto: Ulf Grieger
Ulf Grieger / 22.04.2015, 05:45 Uhr
Friedrichsaue (MOZ) Die Region bekommt ein Ausflugsziel zurück: Im Mai öffnet der Päoniengarten Friedrichsaue wieder. Lutz Ihbe setzt das Werk seines 2013 verstorbenen Schwagers Hans-Jürgen Neumann fort. Mehr als 600 Pfingstrosensorten, darunter 180 Strauchpäonien, können nach Anmeldung bestaunt werden.

"Ich bin kein Gärtner", warnt Lutz Ihbe vor falschen Erwartungen. Aber in den zwei Jahren, seit sein Schwager Hans-Jürgen Neumann verstorben ist, habe er sich des Erbes angenommen. In seinem Tablet-Computer hat er sich alle wichtigen Angaben zu den Pfingstrosensorten notiert. "Bei Führungen kann ich damit schon einige Fragen beantworten. Aber an gartenbaufachliche Fragen wage ich mich dann doch nicht", gesteht er.

Seit der Päoniengarten für Besucher geschlossen war, ist dort einiges geschehen. Alle Pflanzen - neben den mehr als 600 Päoniensorten gibt es eine Vielzahl anderer exotischer Gehölze - haben kleine Schildchen bekommen, auf denen die wichtigsten Angaben stehen.

"Jetzt blühen gerade die vielen Tulpenbäume. Es gibt aber auch eine Sammlung von Eiben. Und die Koniferen sind zu jeder Jahreszeit eine Augenweide", sagt Lutz Ihbe, der sich längst anstecken ließ von der Faszination dieses riesigen Gartens.

"Als mein Schwager im September 2013 gestorben ist, war ich gerade in den Vorruhestand gegangen und hatte so Zeit, mich hier um alles zu kümmern", erzählt er. Seine Schwiegermutter Hildegard Neumann lebt über die Wintermonate bei seiner Familie in Zeuthen. Jetzt kehrt sie nach Friedrichsaue in ihren geliebten Garten zurück, um den Frühling und Sommer hier zu genießen. Die bei den Päonienfans beliebte Seniorin wird am 1. Mai 89 Jahre alt und erfreut sich noch einer guten Gesundheit.

Lutz Ihbe hat dem Päoniengarten zudem einen weiteren Bereich erschlossen: Beidseits des Pflaumenweges ziehen sich Streuobstwiesen, die auch mit Päonien bepflanzt sind. Diese Pfingstrosen waren zum Teil eingewachsen.

Jetzt ist auch der kleine Teich zu erleben, der mit alten Obstbäumen umstanden ist, die bald in voller Blütenpracht stehen werden. "Wenn die Besucher auch diesen Bereich sehen wollen, ist es möglich. Vorher hatte sich dort eine Wildnis ausgebreitet. Jetzt ist es wieder wunderschön" erzählt Ihbe.

Wer den Päoniengarten anschauen möchte, dem rät er zu einem Besuch zwischen Mitte Mai und Mitte Juni. Einige Blüten öffnen sich schon Anfang Mai, manche sind noch Ende Juni zu bewundern. "Vor allem aber bitte ich darum, sich vorher anzumelden. Meine Schwiegermutter kann die Führungen nicht selbst durchführen. Aber dank der Schildchen an den Pflanzen kann man auch allein auf Entdeckungsreise gehen", schätzt Lutz Ihbe ein.

Ein wenig richte er sich mit seiner eigenen Planung auch auf die Höhepunkte in der Region ein. So hat er sich den 17. Mai, den Sonntag vor Pfingsten, ganz dick im Kalender angestrichen. Dann laden bekanntlich die Museen der Region zum kostenlosen Besuch ein. Darunter ist auch das Dorfmuseum von Helmut Hulitschke. "An dem Tag werde ich auf alle Fälle hier im Garten sein", sagt er.

Individuelle Absprachen für Gartenbesuche bei Familie Neumann/Ihbe unter Telefon 033473 239, Mobil: 0173 5723680 oder Mail: ln.ihbe@t-online.de

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