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Die richtige Tomate für jede Lebenslage

Mitten in blühender Pracht: Im Garten von Ines Arndt aus Königshorst können sich Naturfans derzeit richtig satt sehen. Überall blüht es, und auch die Tomatenpflanzen wachsen
Mitten in blühender Pracht: Im Garten von Ines Arndt aus Königshorst können sich Naturfans derzeit richtig satt sehen. Überall blüht es, und auch die Tomatenpflanzen wachsen © Foto: MZV/Melzer-Voigt
Judith Melzer-Voigt / 24.04.2015, 19:25 Uhr
Königshorst (MZV) Sie heißen Schneewittchen oder Indigo-Rose, sind groß, klein, gelb, rot, fast schwarz und mitunter fruchtig-süß: Tomaten. Ines Arndt aus Königshorst hat 450 Pflanzen in 50 Sorten im Angebot. Besucher des Tages des offenen Gartens am 2. Mai können sich aber nicht nur davon überzeugen.

"Bei uns gibt es ganz seltene Sorten, wie die Mexikanische Honigtomate", erklärt Ines Arndt. Diese Frucht ist nicht nur ungewöhnlich, sie ist auch preisintensiv. "Es ist die teuerste Tomate der Welt", erklärt die gelernte Baumschulgärtnerin. Die Tomate ist sehr aromatisch - und kostet schon mal 60 Euro und mehr je Kilogramm. Den unscheinbaren Pflanzen, die Ines Arndt an ihre Kunden verkauft, sieht man diesen Preis nicht an.

Eine andere Besonderheit im Angebot der Königshorsterin ist besagtes "Schneewittchen". Dabei handelt es sich ebenfalls um eine Tomatenart. Die Früchte sind fast weiß und sehen aus, als wären sie noch weit davon entfernt, reif zu sein. Doch das täuscht: Sie sind saftig und sehr aromatisch. Natürlich gibt es auch die bekannten Sorten, die in vielen Supermarkt-Auslagen zu finden sind. "Doch eigentlich mag ich es exotisch", sagt Ines Arndt. Daher bietet sie eine der ältesten Tomaten-Pflanzen überhaupt an - die Ananas-Tomate. "Die gab es schon im 17. Jahrhundert, allerdings als Zierfrucht", erklärt die Fachfrau. Wenn die von Arndt verkauften Pflanzen abgeerntet werden können, haben die Besitzer sehr große, fruchtige, saftige und orange-gelb gestreifte Tomaten im Korb. Alles andere als alltäglich ist auch die Reisetomate. Sie bildet im Reifeprozess Kammern, die einzeln abgedreht und verspeist werden können. Die Frucht selbst verschließt sich anschließend wieder.

Bei Ines Arndt können Besucher nur die Pflanzen kaufen, nicht die Früchte. Doch sie bietet Tomatenverkostungen an, sodass sich potenzielle Käufer auch ein Bild davon machen können, wie "Schneewittchen" oder die Ananas-Tomate schmecken.

Ideen für neue Sorten findet die Gärtnerin in speziellen Internetforen oder auf Reisen. Ihr Lebensgefährte war kürzlich in Frankreich unterwegs und hat gleich Tomaten-Samen von dort mitgebracht. Und die Eltern bekamen auch schon mal türkische Tomaten-Pflanzen geschenkt.

Wer sich auf dem 1 400 Quadratmeter großen Areal an der Brennerei in Königshorst umschaut, der sieht: Nicht nur bei den Tomaten legt Ines Arndt Wert auf das Außergewöhnliche. Auch viele der Tulpenarten, die in ihrem Garten wachsen, sind alles andere als alltäglich. Klar gibt es auch die Klassiker, aber dazwischen sind immer wieder echte Hingucker zu finden. Die kleinen Wildtulpen werden erst auf den zweiten Blick bemerkt, bestechen aber durch zarte Blüten in allen möglichen Farben. Arndts ganzer Stolz ist aber die "Beauty von Boskoop". Sie besticht durch sehr dichte Blüten, die fast schon an Pfingstrosen oder Ranunkeln erinnern. Dass Geschmäcker verschieden sind, wird an der Familie Arndt deutlich: "Mein Mann mag sie überhaupt nicht", sagt sie und lacht.

Wer sich von der Pracht im Garten An der Brennerei 1 in Königshorst überzeugen will, kann am 2. Mai von 10 bis 18 Uhr vorbeischauen. Es gibt Gierschbrötchen, Bärlauch-Tarte, Gegrilltes und jede Menge Kuchen.

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