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Auftakt bei Mausohr und Co.

Insektenhotel: Ursula Grützmacher zeigt ein Marienkäfer-Florfliegen-Haus.
Insektenhotel: Ursula Grützmacher zeigt ein Marienkäfer-Florfliegen-Haus. © Foto: MOZ/Gabriele Rataj
Gabriele Rataj / 28.04.2015, 06:20 Uhr
Julianenhof (MOZ) Buntstifte sind gespitzt, Bänke zurecht gerückt, Schildchen im Fledermausgarten an die richtige Stelle gesteckt, Hotels und Häuschen für allerlei Geflügeltes aufgereiht - am 1. Mai ist Saisonbeginn im Internationalen Fledermausmuseum Julianenhof.

Wenn es ab 1. Mai wieder quirliger zugeht auf dem Gelände des Internationalen Fledermausmuseums in Julianenhof, dann haben die 57 Fransen- und die 21 Wasserfledermäuse, die elf Braunen Langohren, die zwölf Großen Mausohren und die Mopsfledermaus im Eiskeller des Museums ihren Winterschlaf beendet. So viele sind bei der letzten Zählung im Februar dieses Jahres säuberlich aufgelistet worden.

"Fledermäuse-Gucken" bietet in der warmen Jahreszeit aber wieder das Fledermaus-Kino: einen Platz am Fernseh-Gerät, das die Bilder zweier unter dem Dachboden des Museumsgebäudes installierten Kameras nach unten überträgt. "Live aus dem Spalten-Quartier unserer Sommergäste, die in dieser Zeit langsam einfliegen", wirbt die ehrenamtliche Museumsleiterin Ursula Grützmacher um neugierige kleine und große Besucher. In insgesamt drei Wochenstuben der Großen Bartfledermaus schauen zu dürfen, das sollte in dieser Region einmalig sein.

Doch selbst wenn das Gewimmel am ersten Öffnungstag vielleicht noch spärlich ausfällt - es gibt genug zu sehen, zu erleben und selbst anzupacken im Museum. "Schließlich können wir in der 2014 hergerichteten Siedlerscheune mit interessierten Kindern und Eltern nun bei jedem Wetter Quartier-Hilfen bauen, haben eine Werkbank und viel Anschauungsmaterial", verweist die Nabu-Frau auf die stattliche Sammlung von zirka 60 Fledermauskästen und weitere Unterkünfte in den verschiedenen Ausstellungsbereichen. Mit Praktikanten wurden überdies Flyer entwickelt, Info-Material, Bauanleitungen liegen bereit, um den Auftrag Artenschutz in vielfacher Hinsicht weiterzutragen.

Allerdings müsse man in diesem Jahr Abstriche bei den Öffnungszeiten machen, sagt die Museumschefin mit Verweis auf die finanzielle und personelle Situation des Nabu-Museums und meint sarkastisch: "Ich biete Praktikumsplätze für Minister vor und nach der Wahl", denn häufig veränderten sich aufs Neue dann Betriebsbedingungen, Kosten, Strukturen, Nachweise ... Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre verzichte man nun auf Montag und Freitag, wo nur wenige Besucher kamen. Sonderführungen für Schulklassen usw. würden selbstverständlich angenommen, betont sie.

Am Freitag soll davon nichts zu spüren sein, geht es ab 13 Uhr beim Fledermausfest zum Auftakt der Saison los. Der jährliche Kreativ-Wettbewerb wird gestartet, durch die Gutshofgeschichte geführt, in den Eiskeller gestiegen.

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