Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

"Mein Englisch ist bestens"

Abschlussball: Gina Fehrmann (links) und ihre Mitschülerinnen haben sich so richtig aufgetakelt.
Abschlussball: Gina Fehrmann (links) und ihre Mitschülerinnen haben sich so richtig aufgetakelt. © Foto: privat
Gina Fehrmann / 05.05.2015, 02:18 Uhr - Aktualisiert 05.05.2015, 20:14
Boltenhof/Monroe (MZV) So langsam neigt sich mein wunderschönes Austauschjahr dem Ende zu. Ich kann kaum glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist und wie viel ich in diesem Jahr gelernt habe, aber es steht mir noch so einiges bevor.

In meinen letzten zwei Monaten in den USA werde ich mit meiner Gastfamilie für eine Woche nach Mexiko fahren. Wir werden 18 Stunden mit dem Auto unterwegs sein und einen Zwischenstopp in Phoenix, Arizona, einlegen. Ich werde wirklich verwöhnt, wenn es um das Reisen geht. Erst vor drei Wochen ging es in den Frühlingsferien für mich nach Moab in Utah, einem der Nachbarstaaten Colorados. Wir waren für drei Tage mitten in der Wüste campen und sind im berühmten "Little Wild Horse"-Canyon Wandern gegangen. Unzählige Western-Filme wurden dort gedreht, denn Utah ist das, was man sich unter USA vorstellt. Roter Wüstensand, Kakteen, Canyons, hunderte von Metern hoch, und ein Riesen-Fluss direkt entlang der Straße, die übrigens menschenleer war. Das einzige, was der Campingplatz zu bieten hatte, waren Plumpsklos, also nichts mit Wlan, Restaurants, Duschen und richtigen Toiletten, und die nächste Stadt war einige Kilometer entfernt. Das war eine komplett andere Art von Camping und definitiv eine Erfahrung wert.

Mein Englisch ist jetzt endlich auf dem besten Stand. Ich kann fließend sprechen und muss mich kein bisschen mehr darauf konzentrieren, andere Leute zu verstehen. Über meine Antwort muss ich mir auch keine Gedanken mehr machen. Das Hin und Her vom Englischen ins Deutsche klappt jetzt auch etwas besser, besonders im Deutschunterricht muss ich das oft anwenden, um meinen Mitschülern zu helfen. Die Abschluss-Testwoche steht uns bald allen bevor, ich brauche mir darüber keine Gedanken machen, da dieses amerikanische Schuljahr nicht an deutschen Schulen akzeptiert wird. Mein Gastvater, welcher der Boss von allen Schulen im Umkreis ist, hat seinen Job gekündigt und hat dadurch einen Riesentrubel ausgelöst . Wir bekamen Hunderte von Anrufen am Tag.

Da ich jetzt schon seit mehr als sieben Monaten hier bin, fühle ich mich total wie Zuhause. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich meine Gastfamilie hier bald verlassen muss. Natürlich vermisse ich Deutschland und meine richtige Familie, aber ich habe jetzt auch ein Zuhause hier in den Vereinigten Staaten.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG