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Ausflug in die reiche Tierwelt Ekuadors

Durch Menschen gefährdetes Naturparadies Ekuador: Lutz Gabriel mit Besuchern beim Rundgang zum Auftakt seiner neuen Fotoausstellung im Fledermausmuseum
Durch Menschen gefährdetes Naturparadies Ekuador: Lutz Gabriel mit Besuchern beim Rundgang zum Auftakt seiner neuen Fotoausstellung im Fledermausmuseum © Foto: Thomas Berger
Thomas Berger / 11.05.2015, 06:21 Uhr
Julianenhof (MOZ) Er gehört mit den Ausstellungen seiner Naturfotografien inzwischen gastweise fast zum Inventar des Internationalen Fledermausmuseums Julianenhof. Und auch in diesem Jahr bereichert Dr. Lutz Gabriel die dortige Saison bis Ende Oktober wieder mit einer bemerkenswerten Ausstellung - Bilder, die er und seine Frau Ulrike von ihrer jüngsten fotografischen Expedition mitgebracht haben.

"Ekuador - tierische Entdeckungen" entführt den Betrachter in eine der artenreichsten Regionen des Planeten. Obwohl das Paar bedauert, nicht mehr Bilder in der Märkischen Schweiz zeigen zu können, bieten doch selbst die in der Ausstellung versammelten etwa 40 Aufnahmen einen Streifzug, der einfach ehrfürchtig staunen lässt. "Ich hätte durchaus 500 Bilder hängen können", sagt der Mediziner und begeisterte Hobbyfotograf, der in der Vergangenheit unter anderem schon in Südindien, auf Madagaskar und Borneo unterwegs war.

Dank eines neuen 600-Millimeter-Objektivs, das er sich geleistet hat, ist neben allerlei Insekten von Gespenstschrecke bis farbenfrohen Schmetterlingen sowie einigen Vertretern der 150 Fledermausarten erstmals auch das Festhalten der Vogelwelt möglich geworden. Da begegnet der Betrachter in Julianenhof nun beispielsweise Blaufußtölpeln, Drosseluferläufern und Regenbrachvogel. Einige Zugvogelarten aus Nordamerika verbringen in Ekuador die kalte Jahreszeit, wie Gabriel erklärt. Auch einen Eisvogel hat er im Bild festgehalten - davon gibt es in den ekuadorianischen Nationalparks sieben Arten, zugleich ist der Eisvogel insgesamt auch hierzulande heimisch.

Parallelen, die der Naturfotograf gerade Kindern ebenso bewusst machen will wie allen Ausstellungsbesuchern die Schönheit und zugleich Gefährdung des Artenreichtums. Ein Anliegen, das er mit dem Team des Fledermausmuseums teilt, wie dessen Leiterin Ursula Grützmacher betonte. Rund 30 Gäste waren es zur Ausstellungseröffnung Sonnabendnachmittag, bei der Ulrike Gabriel auch noch Kostproben einiger ekuadorianischer Gerichte vorbereitet hatte. Und schon wenige Stunden später beim Bat-Detektorabend kamen weitere Neugierige hinzu.

Zu sehen ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten: Di./Mi./Do. von 12 bis 16 Uhr, am Wochenende 10 bis 16 Uhr, Infos auch auf www.fledermausmuseum-julianenhof.de

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