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Von der Vielfalt begeistert

Fasziniert von der Vielfalt und Farbenpracht: Martina Seehaus (50, l.) aus der Nähe von Hannover nutzte den Aufenthalt bei Verwandten in der Region für eine Stippvisite auf dem Hof von Heidi Köhler in Güstebieser Loose. Dort stellte auch Heidrun Jürgens (
Fasziniert von der Vielfalt und Farbenpracht: Martina Seehaus (50, l.) aus der Nähe von Hannover nutzte den Aufenthalt bei Verwandten in der Region für eine Stippvisite auf dem Hof von Heidi Köhler in Güstebieser Loose. Dort stellte auch Heidrun Jürgens ( © Foto: Heike Stachowiak
Heike Stachowiak / 18.05.2015, 06:53 Uhr
Gersdorf/Güstebieser Loose (MOZ) Die Kunst-Loose Tage haben für Besucher nicht an Reiz verloren. Zahlreiche Berliner und Brandenburger nutzten am Wochenende die Gelegenheit, um die 36 Ateliers und Werkstätten der Region zu besuchen und mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen.

Für Christine Hielscher und Dietrich Jacobs ist die 17. Auflage der künstlerischen Schau eine besondere. Erstmals nach dem schrecklichen Brand im Dezember 2012, bei dem ihr Haus samt Werkstatt und Sommeratelier vernichtet wurde, konnten die Malerin und der Filz-Künstler aus Gersdorf am Wochenende wieder mit strahlenden Augen Besucher in ihren neuen Räumlichkeiten empfangen. Alte Bekannte, wie das Ehepaar Merit (43) und Christoph Schambach (51), eine alte Kiez-Bekanntschaft aus Berlin, oder Gäste, die, wie das Ehepaar Gabriela (58) und Peter Kanzler (62) aus Berlin das erste Mal im "Atelier an der Weide" weilten und von der Idylle und der Kunst begeistert waren. "Wir sind Fans der Kunst-Loose-Tage, sind aber noch nie in Gersdorf gewesen", gibt Gabriela Kanzler zu. Es sei immer wieder erstaunlich, auf welche Kleinode man trifft und die dazugehörigen Geschichten.

Diese konnte auch Rina Risch (56) erzählen, ihre eigene. Die in Salzwedel lebende Malerin und ihr Partner Wolfgang Opitz (70) hatten das Glück, im "Atelier an der Weide" mit auszustellen. Während Opitz mit übermalten Collagen überzeugte, präsentierte Rina Risch ihre Malerei "preußischblau", in Anlehnung an den französischen Maler Pierre Soulages, der vor allem in Schwarz male, so Risch.

Farbenprächtig wurde es bei Heidrun Jürgens. Die 50-Jährige hat sich dem Filzen verschrieben, eine Technik, die viel Geduld, Können und Zeit bedarf. Für einen Hut brauche sie bis zu drei Stunden, erzählt die Altranfterin. Sie hatte das Angebot von Gebrauchskeramikerin Heidi Köhler angenommen, gemeinsam mit ihr in Güstebieser Loose auszustellen. Eine gelungene Kombination, wie das rege Interesse der Besucher aus Märkisch-Oderland, dem Barnim, aus dem Landkreis Dahme-Spree oder Berlin zeigte. Vor zehn Jahren hat Heidrun Jürgens mit dem Filzen begonnen. Sie sei immer wieder von dem Ergebnis ihrer Arbeit fasziniert. "Man weiß am Anfang nie, wie es am Ende aussehen wird", so Heidrun Jürgens. Am Wochenende hatte sie einen Querschnitt ihres Könnens präsentiert - Westover im kräftigen Blau, Hüte in verschiedenen Formen oder vom Schuster besohlte Filzstiefel. Von solch einer Vielfalt und Farbenpracht waren viele begeistert. Wie Martina Seehaus aus der Nähe von Hannover, die den Aufenthalt bei Verwandten in der Region für einen Abstecher nach Güstebieser Loose nutzte. "Es ist erstaunlich, wie viel Kunst auf kleinstem Raum geboten wird. Dabei findet man so viele ungewöhnliche Sachen", sagt die 50-Jährige.

Heidi Köhler, deren Keramik mit dem Oderbruch-Motiv auch dieses Mal reißenden Absatz fand, zeigte sich mit der Resonanz zufrieden. "Die Gäste kommen schon seit Ostern", freut sich Heidi Köhler über den Zuspruch. Am Wochenende wollte der Strom der Besucher gar nicht abreißen.

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