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Einmal beim Hamburger Derby starten

Mit ihrem Wallach Mc Leod ging Kimberley Gibson beim Hamburger Derby in der Amateur-Tour an den Start.
Mit ihrem Wallach Mc Leod ging Kimberley Gibson beim Hamburger Derby in der Amateur-Tour an den Start. © Foto: Angelique Rebentisch
Britta Gallrein / 21.05.2015, 07:40 Uhr
Elisenau (MOZ) Einmal beim Hamburger Derby reiten - das ist wohl der Traum eines jeden ambitionierten Springreiters. Für Kimberley Gibson aus Elisenau ist er wahr geworden. Vater Alexander Gibson hatte seine Tochter heimlich angemeldet für die Amateur Tour und das Amateur Derby. Bei diesen Wettbewerben haben auch Nicht-Profis die Gelegenheit, gegen ein nicht unerhebliches Startgeld einmal über einen internationalen Parcours zu gehen, auf dem sich sonst nur die Weltelite tummelt. "Papa hat mich damit überrascht - ich hab mich wahnsinnig gefreut", sagt die 18-jährige Schülerin.

So ging es dann mit dem elfjährigen Wallach Mc Leod auf die A24 Richtung Hamburg. Vor Ort war die Barnimerin dann mehr als begeistert von der Kulisse. "Das ist schon was anderes, dort zu reiten. Man sieht alle möglichen internationalen Reiter, ist mit denen auf dem Abreiteplatz, auf der Tribüne - einfach toll", schwärmt sie. "Und dann diese Kulisse." Denn während bei ländlichen Turnieren die Zuschauer-Plätze meist nur spärlich besetzt sind, schauen in Hamburg Tausende zu.

"Aufgeregt war ich trotzdem nur am ersten Tag - weil ich nicht wusste, wie Mc Leod auf die ungewohnte Umgebung reagiert", sagt Kimberly Gibson. Schließlich ist auch er internationales Flair nicht gewöhnt.

Aber der elfjährige Wallach, der ansonsten nicht gerade ein einfaches Pferd ist, zeigte sich von seiner besten Seite. Weder die vielen Zuschauer konnten ihn aus dem Konzept bringen, noch die bis zu 1,40 Meter hohen Gelände-Hindernisse, mit denen er vorher auch noch nie Kontakt hatte. "Aber sogar Pulvermanns Grab oder die Bahnschranken hat er, ohne zu zögern, gesprungen", freut sich seine Reiterin.

Seit knapp einem Jahr hat sie den Braunen jetzt schon und zwischen haben beide einen guten Draht zueinander. "Er hat seinen eigenen Kopf, ist öfter mal maulig, geht gegen die Hand - aber wir kommen klar. Mir liegen schwierige Pferde sowieso eher."

Das Barnimer Paar konnte am Donnerstag auf einen achten Platz reiten und war am Sonntag im Derby erste Reserve - ein toller Erfolg für die Schülerin des Paulus-Praetorius-Gymnasiums, die am heutigen Donnerstag übrigens ihre mündliche Abiturprüfung in Psychologie ablegt.

Wer die zwei einmal live erleben möchte, der hat dazu am ersten Juni-Wochenende Gelegenheit. Da werden die beiden beim Reitturnier in Schönfeld an den Start gehen - natürlich auch beim Derby.

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