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Zu Gast bei Michael Dießner in Altglobsow

Ein Hektar grüne Oase

Altglobsow 31.05.2015 Tag der offenen Gartenpforte  zu Gast bei Michael Dießner (zeigend)
Altglobsow 31.05.2015 Tag der offenen Gartenpforte zu Gast bei Michael Dießner (zeigend) © Foto: Marco Winkler
Marco Winkler / 01.06.2015, 08:47 Uhr
Altglobsow (MZV) "Mein Garten ist schon sehr groß", sagt Michael Dießner, als er zum Tag der offenen Gartenpforte am Sonntag erste Besucher über sein Anwesen in Altglobsow führt. Dass er mit seiner Einschätzung nicht übertreibt, wird den Hobby-Gärtnern, die sich Inspiration in seinem "Rosenhof" holen wollen, schnell klar.

Ganze 10 000 Quadratmeter misst Michael Dießners Garten, ein Hektar Grünfläche, bepflanzt und mit Beeten sowie künstlichen Hügeln versehen. Erstaunt sind die Besucher über die Ordnung in der grünen Oase. Alles ist akkurat angelegt, genauestens abgesteckt. "So ist es leichter für mich, alles sauber zu halten", erklärt Michael Dießner. Selbst die Steine, die er beim Aufräumen und Umgraben zu Tage fördert, hat er fein säuberlich gestapelt - nach Größe sortiert. "So finde ich immer schnell einen Stein, wenn ich ihn brauche." Bei so einer großen Fläche versucht er, sich so wenig Arbeit wie möglich zu machen. Deshalb sind seine Beete mit Bodendeckern bestückt. Geranien, Waldmeister, Golderdbeere runden das Gesamtbild ab.

Michael Dießner betreibt seine eigene Permakultur. Das heißt, er bewirtschaftet seine Fläche nachhaltig und ökologisch. Er setzt auf natürliche Kreisläufe der Natur. Die Philosophie dahinter ist einfach: mit der Natur arbeiten und nicht gegen sie. "Ich schmeiße auch nichts weg", so der Herr des kleinen Garten-Paradieses. Rasenschnitt lässt er sich sogar von Nachbarn bringen, um ihn weiter zu verwerten.

Dießner, der seit 30Jahren in Altglobsow lebt, versorgt sich zum Großteil selbst. Dafür sorgen ein umfangreiches Gemüsebeet und Apfel- sowie Pflaumenbäume. Damit betreibt er auch seinen Naturgartenbau in der Seestraße 8a, mit dem er sich nach der Wende selbstständig gemacht hat.

Dieses Frühjahr war jedoch nicht sein Freund. Es hätte wenige milde Nächte gegeben und viel Frost. Pflaumen und Mirabellen trügen deshalb kaum Früchte. Selbst jetzt gab es noch Frost, als er seine Beete gegossen hat. Aber das war auch um halb vier in aller Früh. Dank seines Regentonnen-Systems sei das Gießen jedoch einfach. Sein Grundstück wird gesäumt von zahlreichen Tonnen. Alle sind unterirdisch sowie mit den Dächern der Schuppen miteinander verbunden. Ist eine Tonne halb leer, füllt sie sich wie von selbst wieder auf. Praktisch, staunen auch die Gäste.

Noch fühlt sich Dießner fit genug, seinen Garten selbst zu bewirtschaften. "Monet hatte auch so einen großen Garten", erzählt er. "Den gibt es heute noch. Dort arbeiten hauptberuflich drei Gärtner", lacht er. Etwas mehr Zeit hat er bald - er geht jetzt in den Ruhestand.

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