Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Imposanter Umzug zum Doppel-Jubiläum

Kinderwagenparade, dahinter die Frauen der Sportgruppe 2003: Auch das Fußvolk hatte sich allerhand einfallen lassen.
Kinderwagenparade, dahinter die Frauen der Sportgruppe 2003: Auch das Fußvolk hatte sich allerhand einfallen lassen. © Foto: Thomas Berger
Thomas Berger / 08.06.2015, 23:49 Uhr - Aktualisiert 09.06.2015, 13:21
Batzlow (MOZ) Ein doppeltes Jubiläum haben die Batzlower am Sonnabend gefeiert. 640 Jahre urkundliche Ersterwähnung des Dorfes sowie 90-jähriges Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr standen bei Festgottesdienst, Umzug und gemütlichem Beisammensein im Mittelpunkt.

Aus Anlass des Doppeljubiläums gab es beim Dorffest am 6.6.2015 unter anderem einen großen Umzug.
Bilderstrecke

640 Jahre Batzlow und 90 Jahre Feuerwehr

Bilderstrecke öffnen

Es waren zwei von sieben Feuerwehrfahrzeugen in der bunten Kolonne. Hinzu kamen weit mehr als ein Dutzend Trecker von ganz betagt bis hochmodern, Pferdefuhrwerke und andere Wagen. Sowie einiges an Fußvolk. Ganz vorneweg die Musiker vom Schalmeienexpress Berlin, die nicht nur den Umzug klangvoll begleiteten, sondern auch später noch ein kleines Platzkonzert neben dem Festzelt gaben. Außerdem die Mitglieder der Batzlower Sportgruppe 2003 mit Gymnastikreifen sowie mehrere Bürger mit historischen Kinderwagen und anderen Utensilien.

Im Landbuch von 1375 ist Batzlow wie viele andere märkische Orte erstmals verzeichnet. Die Dorfkirche, in der zum Auftakt des Tages der Festgottesdienst abgehalten wurde, ist aber mit ihren mächtigen Feldsteinmauern noch um einiges älter und gewissermaßen ein Bindeglied zwischen den Zeiten und all den Menschen, die in ihnen gelebt, aus dem Glauben auch Halt und Zuversicht geschöpft hätten, wie Pfarrer Christian Kohler in seiner Predigt sagte. Zudem hat die Kirche wie das Dorf allerhand durchlitten: Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg, nach dem Neuaufbau 1655 bis 1664 schon 1712 teilweise wieder abgebrannt.

Für Reinhard Schmook, der wegen einer kurzfristig vorgezogenen Israelreise verhindert war, sprang Gemeindevertreter Norbert Lau ein, um auf markante Eckpunkte der Ortsgeschichte hinzuweisen. Von 1340 bis zum Verkauf 1911 gehörte das Gutsdorf der Adelsfamilie von Barfus. Die Batzlower Mühle wurde 1925 zur Stromerzeugung ausgebaut, später dort acht Teiche zur Fischzucht angelegt. Bei der Aufsiedlung des Gutes 1930, nunmehr in Regie der Landgesellschaft "Eigene Scholle", kamen Neubürger aus der Rheinprovinz, Westfalen und anderen Ecken Preußens.

Nachmittags hatten auch die Kinder ihren Spaß, und eine noch größere Fotoschau als sonst erinnerte im Zelt an frühere Feste.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG