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Beim Stadtausscheid in Görsdorf traten 24 Mannschaften an / Groß Eichholzer sind die Schnellsten

Wettkämpfe mit kleinen Patzern

Elke Lang / 09.06.2015, 07:21 Uhr
Görsdorf (MOZ) Zum 85-jährigen Jubiläum der Ortswehr wurde zeitgleich der Stadtausscheid in Görsdorf am Sonnabend ausgetragen. Das Team gelang dabei ein sechster Platz.

Die Görsdorfer hatten sich am Sonnabend zum Stadtausscheid Storkow anlässlich ihres 85. Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr nicht lumpen lassen. "Es war alles super vorbereitet", lobte Stadtwehrführer Frank Ebert. "Sie hatten schon Tage vorher begonnen und wegen der vorhergesagten Hitze extra mehrere große Zelte aufgestellt." Es wurde tatsächlich der wärmste Tag der Woche, aber "die Leistungen waren wie immer sehr gut", schätzte der Stadtwehrführer ein. "Manche wurden durch kleine Patzer nach hinten gedrückt, ohne dass sie schlechter waren als sonst. Alle haben auf gleichem Niveau gekämpft."

Elf Männermannschaften waren bei diesem Löschangriff Nass dabei. Das waren außer denen von Kehrigk und Bugk alle der Stadt und ihrer Ortsteile. Dazu kamen neun Jugendmannschaften und vier der Kids. Letztere waren die Löschkids Görsdorf, die Löschkids Groß Eichholz/ Kehrigk/ Schwerin/ Selchow, eine gemischte Mannschaft der Ortsteile, und die Storkower.

Zu den ganz Starken in der Jugendarbeit gehören auch die Gastgeber. Insgesamt gibt es in Görsdorf 14 Kinder in der Freiwilligen Feuerwehr, die aus 25 aktiven Kameraden besteht, darunter fünf Frauen. Das jüngste der Kinder ist erst sechs Jahre alt. Die drei ältesten Ehrenkameraden sind Martin Quast mit 83 Jahren und seit 1948 in der Freiwilligen Feuerwehr sowie Otto Thürling und Emanuela Hoffmann mit jeweils 82 Jahren, wobei Emanuela Hoffman seit immerhin 1970 dazugehört.

Die Kinder werden durch Sven Drogan und Kevin Kubsch betreut. Wenn man Andreas Pfeiffer, Ortswehrführer seit 2013, und seinen Vorgänger Bernd Dreier, der 18 Jahre lang diese Funktion ausgeübt hatte, fragt, ob es Probleme gibt, lautet die spontane Antwort: "Nein. Wir sind ein starkes Team mit gut ausgebildeten Kameraden." Dann aber kommt es doch: "Wir brauchen unbedingt ein Mannschaftstransportwagen der Jugendlichen!" Der verfügt zwar auch nur über neun Plätze, helfe aber schon wesentlich.

In Bernd Dreiers Zeit fällt das größte Ereignis für die Freiwillige Feuerwehr Görsdorf: der Bau des Gerätehauses 2005 in einer 96-Stunden-Aktion. "Das ganze Dorf hat mitgemacht mit Dorfklub und Frauengruppe. Ein Großteil der Einwohner hat Material und Geld gespendet", erinnert sich der 55-Jährige. Das neue Gerätehaus wurde gebraucht, um ein LF 8 TS 8 - STA unterzubringen. Bis dahin gab es nur einen B 1000. 2012 erhielten die Görsdorfer dann ein LF 10 - 6, das 1000 Liter Wasser fasst und für neun Kameraden ausgelegt ist.

Die ersten drei Plätze gingen an die Männermannschaften in Groß Eichholz (30,51 Sekunden), Rieplos (30,67) und Limsdorf (34,58). Bei den Jugendmannschaften setzte sich die erste der gemischten Gruppe von Groß Eichholz/ Kehrigk/ Schwerin/ Selchow mit 38,59 Sekunden durch. Rang zwei belegte das Team 2 aus Alt- Stahnsdorf/ Philadelphia mit 43,80 Sekunden, gefolgt vom Team 2 Groß Eichholz/ Kehrigk/ Schwerin/ Selchow mit 46,56 Sekunden.

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B.Nol 15.06.2015 - 13:05:55

Fairness

Gerade bei Spiel und Spass sollte das Wort "Fairness" groß geschrieben werden. Wo sonst, wenn nicht bei solchen Veranstaltungen. Man braucht doch nicht gegeneinander antreten, wenn einer der Beteiligten mit unfairen Mitteln kämpft. Man sollte sich doch immer noch in die Augen schauen können, auch nach dem Spiel. Sonst bleibt der Spass dabei bestimmt bald auf der Strecke und die Motivation zu solchen Spielen wird immer geringer.

Ausscheid August 13.06.2015 - 00:33:56

Oh Gott :-)

Meine Güte, das ist Spiel und Spaß. Wie kann man sich denn so aufregen??? Mit dem Löschangriff nass wurde noch nie ein Schadenfeuer bekämpft bzw. Leben gerettet ... Alles klar ?

B.Nol 09.06.2015 - 08:33:52

Gewonnen durch Betrug

Dieser Ausscheid war leider überschattet durch einen Betrug einer Mannschaft. Es soll nur mit dem zur Verfügung gestellten Material, d.h. ohne weitere Hilfsmittel gekämpft werden. Leider hat sich eine Manschaft einen Vorteil verschafft, in dem sie Bierdeckel unter die Schläuche positioniert hat, damit sie diese besser und schneller zusammenkuppeln kann (hat die Manschaft selbst bestätigt). Das verschaffte immerhin einige 100stel Sekunden und man wurde damit Sieger. Einen Einspruch mit Handy-Beweisfoto wurde von den Schiedsrichtern nicht akzeptiert. Es kann ja nicht sein, dass auch mal eine andere Manschaft gewinnt. Diese Entscheidung der Schiedsrichter ist nicht förderlich für eine weitere Entwicklung der Kameradschaft der Ortsfeuerwehren untereinander. Schade!!

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