Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Wasser marsch und Blasmusik

Auftakt des Unterhaltungsprogrammes: Das Jugendblasorchester der Musik- und Kunstschule Schwedt stimmte die Besucher auf einen gemütlichen Nachmittag ein.
Auftakt des Unterhaltungsprogrammes: Das Jugendblasorchester der Musik- und Kunstschule Schwedt stimmte die Besucher auf einen gemütlichen Nachmittag ein. © Foto: MOZ/Kerstin Unger
Kerstin Unger / 16.06.2015, 06:45 Uhr
Jamikow (MOZ) Mit Feuerwehraction, Musik, Tanz, Kinderspaß und Festansprachen feierten die Jamikower und viele Gäste am Wochenende ihr 750-Jahres-Fest: 80 Jahre Feuerwehr und 670. Dorfgeburtstag.

Wie anstrengend eine Geburtstagsfeier sein kann, bekamen die Jamikower Feuerwehrleute und ihre Amtskollegen aus den Nachbarorten am Sonnabend zu spüren. Bei hochsommerlichen Temperaturen absolvierten sie in voller Montur den Löschangriff und den Spaßwettbewerb anlässlich des 80. Gründungstages der Jamikower Wehr und zum Jahresfest des Ortes. Den Löschangriff gewannen die Gastgeber vor Passow, Stendell, Briest Schönow und Fredersdorf. Auch beim anschließenden Spaßwettbewerb hatten die Jamikower die Nase vorn. Hier mussten sie sich an der Kübelspritze beweisen, Geschicklichkeit zeigen und einen Dummy mit der Krankentrage retten.

Nach der Siegerehrung am Nachmittag durften die Feuerwehrleute dann auch ihren eigenen Brand löschen. Amtsdirektor Detlef Krause gratulierte ihnen zum Jubiläum und dankte für ihren Einsatz. "Wir wissen, wie kompliziert und anstrengend es heutzutage ist, immer eine einsatzbereite Feuerwehr zu haben", sagte er und wünschte sich auch für die Zukunft eine gute Zusammenarbeit und dass die Kameraden ihre Aufgaben in Brand- und Katastrophenschutz zuverlässig erfüllen können. Der Amtsdirektor bedankte sich auch bei den Angehörigen, die diesen aufopferungsvollen Dienst zulassen.

Ehe das große Unterhaltungsprogramm eröffnet wurde, gab es eine offizielle Straßenübergabe. Dazu wurde noch einmal kurzzeitig die Ortsdurchfahrt gesperrt, um das symbolische Band durchzuschneiden. Lange habe diese Straße für Ärger gesorgt, erinnerte Detlef Krause. Vor zehn Jahren sei der Abschnitt von Woltersdorf nach Jamikow gebaut worden, jedoch nur bis zum Ortseingang. Man wollte mehr, doch die Mittel wurden gekürzt. "Wir hatten versprochen, dass wir uns darum kümmern. 2013 bestand dann die Möglichkeit, die Straße standesgemäß zu bauen", sagte der Amtsdirektor. 2014/2015 konnte noch der Gehweg der Woltersdorfer Straße gebaut werden. Jamikow habe ein neues Gesicht bekommen. Das bestätigte auch Ortsvorsteher und zugleich Ortswehrführer Jörg Gerber. "Wir können jetzt vom Anfang bis zum Ende des Dorfes auf dem Gehweg laufen", freute er sich.

Bei der Eröffnung des Jubiläumsfestes bedankte sich Jörg Gerber noch einmal bei allen fleißigen Helfern, die es möglich gemacht haben, vor allem beim Dorfverein und der Feuerwehr sowie beim Amt, der Gemeinde und den Sponsoren. Mit dem Jugendblasorchester der Musik- und Kunstschule Schwedt begann dann das Unterhaltungsprogramm. Die Kinder hatten ihren Spaß unter anderem auf dem Karussell und einer Kistenrutsche. Frauen vom Dorfverein, darunter die Hauptverantwortliche Andrea Gerber, verkauften die druckfrische Ortschronik, die nur einen kleinen Schönheitsfehler hatte. Auf der Titelseite steht der falsche Geburtstag. Dafür war er auf einem Jubiläumsbeutel richtig, den viele mit dazukauften.

Mit Tanzmusik der Gruppe Avus feierten die Jamikower mit ihren Gästen bis in die Nacht. Am Sonntag endete das Fest mit einem Freiluftgottesdienst, Frühschoppen und Einblicke in die Historie mit altem Handwerk und der Landiner Garde.

Bis ins Detail hatten die Jamikower das Fest vorbereitet. Davon zeugte unter anderem der geräumige Parkplatz, der für auswärtige Gäste auf einem Privatgrundstück an der Straße hergerichtet worden war. Das große Festzelt auf dem Sportplatz am Gutshaus sorgte dafür, dass die Gäste tagsüber keinen Sonnenbrand bekamen und auch der Regen am Sonnabendabendder Feierlaune nichts anhaben konnte.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG