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Kränzlin holte den Wanderpokal

Steven (links) und Emely von der Jugendfeuerwehr Kränzlin
Steven (links) und Emely von der Jugendfeuerwehr Kränzlin © Foto: MZV
Inez Bandoly / 05.07.2015, 19:58 Uhr - Aktualisiert 06.07.2015, 10:44
Frankendorf (MZV) Wer nicht gerade an einem schattigen Plätzchen eine Pause einlegen durfte, musste ordentlich schwitzen: Der Löschangriff mit jeder Menge Nass war am Sonnabend für die Feuerwehren während des Temnitzer Amtsausscheides die schönste Disziplin. Dabei bekamen sogar die Schiedsrichter, ob gewollt oder nicht, eine Erfrischung gratis.

Neun von zwölf Feuerwehreinheiten des Amtes Temnitz nahmen am Sonnabend in Frankendorf am Amtsausscheid teil. Insgesamt 125 Brandbekämpfer, davon 45 Kinder und Jugendliche, zeigten an diesem Tag ihr Können. Die Wettkämpfe in "abgespeckter Form" begannen mit einem Umzug durch den Ort zur Festwiese. Dort wurden die Teilnehmer von Amtsdirektorin Susanne Dorn begrüßt und bei allen Anstrengungen wegen der hohen sommerlichen Temperaturen ermutigt, trotz des Ernstes an der ganzen Sache auch Spaß zu haben. Und den hatten dann auch so gut wie alle.

Für die Nachwuchsfeuerwehr standen vier Stationen auf dem Programm, die viel Abwechslung boten. Ob bei einem kleinen Löschangriff die Fenster einer Häuserwand aus Holz öffnen, mit der Kübelspritze Dosen umschubsen oder beim übergroßen Memory-Spiel - die Mädchen und Jungen waren voller Ehrgeiz dabei. "Einmal müssen wir noch", spornte Nils Elbrandt seine Mitstreiterin Lisa-Marie Uthe an. Die beiden Zwölfjährigen von der Feuerwehreinheit Temnitztal Nord I waren mit je einem Bein aneinander gebunden und füllten Trinkbecher mit Wasser, um diese nach zehn Metern in einen Zehn-Liter-Eimer zu füllen. Dabei waren Geschicklichkeit und vor allem Geduld gefragt. Das Memory-Spiel bestand aus 16 großen Holzfächern, bei denen die Kinder und Jugendlichen die Deckel öffneten und acht gleiche Dinge wie Schuhe, eine Puppe, einen Eimer oder einen Becher fanden. Kreisjugendwartin Annett Staaks-Janke notierte die Zeit, die alle für das Spiel brauchten, und staunte über das gute Gedächtnis der jungen Teilnehmer. Die jeweiligen Jugendwarte unterstützten ihre Schützlinge. Von ihnen war auch ständig die Ermahnung zu hören: "Trinken, trinken, trinken."

Die beiden Oberbrandmeister Heinz Palmowske aus Kränzlin sowie Horst Lawerenz aus Rägelin saßen am Ende der Strecke des Löschangriffs gemütlich im Schatten. Sobald eine der erwachsenen Mannschaften antrat, standen die Brandbekämpfer der Alters- und Ehrenabteilung auf, bedienten die Stoppuhren und schauten nach eventuellen Fehlern. Letztere gab es zu ihrer Freude kaum.

Dass Wasser-Schleppen Spaß machen kann, zeigten die Mitglieder der Feuerwehren an diesem Tag. Mit vollen Eimern flitzen sie zu einer Tonne, die bis zum Rand gefüllt werden sollte. "Das Fass muss voll sein", sagte Schiedsrichter Burkhardt Kramer. Mit Argusaugen schaute er nach fehlenden Zentimetern, da durch die Hektik viel Wasser daneben schwappte. Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald stattete der Veranstaltung einen Besuch ab. "Ich weiß meinen ersten Urlaubstag nicht anders zu gestalten", sagte er lächelnd.

In diesem Jahr gab es erstmals einen Wanderpokal zu gewinnen. Diesen holte die Freiwillige Feuerwehr Kränzlin. Bei der Nachwuchswehr belegten die Kinder und Jugendlichen der Einheit Temnitztal Nord Platz eins.

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