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Von der Gründerzeit zur Gegenwart

Übung mit historischen Kostümen: Schon zur 750-Jahr-Feier Neuruppins hatte die EAN die Bekleidungen gefertigt, die die jeweiligen Epochen lebendig werden ließen. Davon profitieren die Banzendorfer am 5. September bei ihrem Umzug durch den Ort.
Übung mit historischen Kostümen: Schon zur 750-Jahr-Feier Neuruppins hatte die EAN die Bekleidungen gefertigt, die die jeweiligen Epochen lebendig werden ließen. Davon profitieren die Banzendorfer am 5. September bei ihrem Umzug durch den Ort. © Foto: MZV
Siegmar Trenkler / 10.07.2015, 22:28 Uhr
Banzendorf (RA) 2015 jährt sich die Ersterwähnung von Banzendorf zum 650. Mal. Um den Anlass gebührend zu feiern, hat sich das Festkomitee um Ortsvorsteher Jörg Rönnebeck und dessen Lebensgefährtin Angela Wolf so einiges einfallen lassen.

Seit März wird daran gearbeitet, das Event am 5. September so unvergesslich wie möglich zu gestalten. Die Arbeit trägt Früchte, denn das Angebot kann sich durchaus sehen lassen.

Das Festprogramm wird an dem Tag um 10 Uhr mit einem Gottesdienst eröffnet. Um 13 Uhr startet dann ein Umzug durch Banzendorf, der sich von Richtung Hindenberg durch den gesamten Ort bewegen wird. Dabei wird in 15 einzelnen Szenen die Geschichte des Dorfes veranschaulicht - angefangen von der Gründung über die DDR-Zeit bis hin zur Gegenwart. Dazu hat sich das Festkomitee durch die Chronik des Ortes gekämpft und die einschneidendsten und bedeutendsten Abschnitte herausgesucht.

Zu den 15 historischen Bildern gibt es jeweils Erklärungen eines Sprechers, die mit Musik aus der jeweiligen Epoche unterlegt werden. Die Kostüme stammen aus dem Fundus der Entwicklungs- und Arbeitsfördergesellschaft Neuruppin (EAN), die schon bei der 750-Jahr-Feier der Fontanestadt für das richtige historische Aussehen der Teilnehmer gesorgt hatte.

Im Anschluss an den Umzug laden dann die Landfrauen zur Entspannung bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen ein. Danach gibt es ein abwechslungsreiches Programm für Besucher jeden Alters mit Hüpfburg, Bällewerfen, Animation, Schminkangeboten und einer einstündigen Zaubershow einer Berliner Illusionistin.

Gleichzeitig locken Schwein am Spieß, Gulaschsuppe, Cocktails und kühle Getränke zum Bierwagen, den Renato Juran von der Schönberger Mustang-Ranch organisiert hat. Juran hat sich aber auch darüber hinaus bei der Organisation des Festes mit eingebracht, wofür Rönnebeck sehr dankbar ist. So hat er den Kontakt zu Sängerin Franziska Augustin hergestellt, die ab 20 Uhr gleich mehrmals in der ehemaligen Kulturscheune im Ort auftreten wird: als Helene-Fischer-, Andrea-Berg- sowie Patricia-Egli-Double. Zuvor und danach kann zur Musik des Blasmusikorchesters Rheinsberg geschwoft werden.

Um 21 Uhr erwartet die Jubiläums-Gäste eine Feuershow, und eine Stunde darauf wird hinter der Scheune ein großes Feuerwerk gezündet. Für 23 Uhr ist dann noch ein weiterer Programmpunkt geplant, dessen Inhalt Rönnebeck aber noch nicht preisgeben möchte. Danach können die Gäste noch einmal die Tanzfläche stürmen, bevor um 2 Uhr das Licht gelöscht werden soll.

Ein weiteres Angebot für den Tag stammt von der neuen Besitzerin der Kulturscheune, Linde Beil. Sie zeigt dort eine Ausstellung, für die sie alle Häuser im Ort fotografiert hat und deren Geschichte auf den Grund gegangen ist.

Zu den Feierlichkeiten werden auch Gäste aus dem polnischen Partnerort Jemiolów erwartet. Um das Jubiläum noch weiter bekannt zu machen, wurden zudem 2000 Flyer gedruckt sowie einige großformatige Plakate, die ab August in umgrenzenden Orten aufgehängt werden sollen. Auch eine eigene Facebook-Seite gibt es für die Jubiläumsfeier in Banzendorf. Allerdings ist diese bislang leer - bis auf das Datum der Veranstaltung.

"Zu etwa 90 Prozent sind die Vorbereitungen aber abgeschlossen", sagt Rönnebeck. Hilfe wird nichtsdestotrotz jederzeit gern angenommen. Wer also Interesse hat, sich am Umzug zu beteiligen, oder aber finanzielle Unterstützung bieten möchte, sollte einfach den Ortsvorsteher kontaktieren unter (033933) 900194. Denn obwohl das Amt Lindow, Eon edis und die Energie Mark Brandenburg GmbH (EMB) sowie zahlreiche Privatleute schon gespendet haben, sind noch nicht alle Kosten abgedeckt. Und da am Abend selbst kein Eintritt von den Festbesuchern verlangt wird, entfällt diese mögliche Einnahmequelle auch.

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