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Rund um den Beetzsee

Am Rand des Storchenradweges lassen sich unzählige historische Gebäude, wie die Bockwindmühle (r.) in Ketzür.
Am Rand des Storchenradweges lassen sich unzählige historische Gebäude, wie die Bockwindmühle (r.) in Ketzür. © Foto: MZV
Raban Kerschek / 28.07.2015, 18:31 Uhr
Brandenburg an der Havel (MZV) Mit seiner über tausendjährigen Geschichte gilt Brandenburg an der Havel als älteste Stadt im Land. Die BUGA-Metropole ist der ideale Start- und Zielort für die 17. Etappe der Tour de MOZ. Die Radler erwartet ein Mix aus Natur und gewachsener Infrastruktur, aus Geschichte und Gegenwart.

Die Fahrt durch die "Wiege der Mark" startet am Brandenburger Hauptbahnhof und führt 37 Kilometer entlang des Storchenradwegs. Mit den ersten Pedaltritten geht es vorbei am Paulikloster, der Heimstätte des Archäologischen Landesmuseums, über den Neustädtischen Mark zur St. Katharinenkirche. Das Gebäude ist ein herausragendes Zeugnis der norddeutschen Backsteingotik. Die Tourteilnehmer sind im Herzen der Havelstadt angekommen und kreuzen die Wege der BUGA-Besucher. Als eine von fünf Standorten der Bundesgartenschau 2015 hat sich Brandenburg ganz besonders herausgeputzt. Kleine Cafés und Gärten, verzierte Fenster und Straßen, ein Blumenmeer folgt dem anderen. Dabei kommt die Tour de MOZ nach der Überquerung der Jahrtausendbrücke, Richtung altstädtisches Rathaus, erst richtig ins Rollen. Vom Rathaus, mit der Roland-Statue, führt der Weg an der St. Gotthardtkirche, der Taufkirche des Brandenburger Ehrenbürgers Vicco von Bülow alias Loriot, entlang.

Weiter geht es parallel zum Beetzsee in Richtung Brielow. Vorher noch ein kurzer Abstecher zur Regattastrecke. Hier wetteifern jährlich tausende Wassersportler um sportliche Meriten. Auf einer Bank empfängt die zweiradfahrenden Besucher Loriots Dr. Müller-Lüdenscheid mit der Knollennase.

In der nächsten Ortschaft Brielow steht eine "Schwedenlinde" mit dem biblischen Alter von über 500 Jahren und dem mächtigen Umfang von 13 Metern im Weg. Den Namen erhielt sie im Dreißigjährigen Krieg. Bei Kämpfen fiel ein schwedischer Offizier, seine Braut beerdigte den Liebsten unter dem Baum um das Grab wiederzufinden. Weiter geht es über eine mäßig befahrene Landstraße nach Radewege. Vielleicht haben die Radler bis dahin auch schon den ein oder anderen Adebar gesichtet, dessen zahlreiche Verbreitung in der Region, Grund für die Namensgebung des Storchenradwegs ist. Entlang verträumt wirkender Wiesen und Felder geht es nach Butzow, Ketzür, Lünow und Grabow.

In Ketzür - nach gut der Hälfte der Wegstrecke angelangt - gibt es Kulturelles zu entdecken: Die Bockwindmühle wurde Anfang des Jahrhunderts komplett restauriert und die Dorfkirche, ein Backsteinbau aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, ist ausgestattet im Stil der Renaissance.

Das nächste Highlight wartet bereits. Es geht in Richtung Mötzow, zum Vielfruchtshof. Hier kann sich gestärkt werden, beispielsweise mit jahreszeitlich typischen Gemüsesorten wie Spargel oder Bohnen. Zudem bietet das "N(o)stalgiemuseum Mötzow" und die wechselnden Ausstellungen der Kunstmühle auf dem Vielfruchtshof jede Menge Potential für eine ausgiebige Pause. Aus der Ferne ist die imposante St. Katharinenkirche in Brandenburg wieder zu sehen. Jetzt noch geschwind via Klein Kreutz zur Dominsel mit dem Dom St. Peter und Paul, über den Neustädtischen Markt und der Ziel- und Startort, der Hauptbahnhof Brandenburg an der Havel ist erreicht.

Übrigens, ein kurzer Stopp am 1165 erbauten Sakralbau St. Peter und Paul empfiehlt sich. Der Dom gilt als Taufstein der Mark Brandenburg und feiert in diesem Jahr sein 850-jähriges Jubiläum. Unter dem Motto "Beständig Neu" zelebriert das Domstift zu Brandenburg das Jubiläum mit zahlreichen Veranstaltungen, Konzerten, Führungen und Jubiläumsgottesdiensten. Das Etappenziel soll nach erlebnisreichen 37 Kilometern zwischen 16 und 17 Uhr erreicht werden.

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