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Tour de MOZ führte am Sonnabend durch Brandenburg an der Havel und rund um den Beetzsee

Mit einem Lächeln in der Wiege der Mark

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brb-150803-kr-tourdemoz2 © Foto: MZV
Raban Kerschek / 03.08.2015, 13:44 Uhr
Brandenburg an der Havel (MOZ) Pünktlich zur 17. Etappe der Tour de MOZ meldete sich am Sonnabend der Sommer zurück. Mit reichlich Sonnenenergie im Gepäck ging es für 60 Radfahrer vom Start- und Zielort Brandenburg an der Havel über 37 Kilometer, auf dem Storchenradweg, rund um den Beetzsee.

"Wo ich bin, ist vorne", sagt Christin Steffen, als sie die Teilnehmer der Tour de MOZ am Sonnabend am Brandenburger Hauptbahnhof begrüßt. Mit der humorvollen Ansage hat die erfahrene Stadtführerin, die zusammen mit Christa Müller das Führungsduo der Tour-Etappe bildet, allen Teilnehmer umgehend ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Weil hinter jedem Spaß aber auch Ernst steckt, bittet sie die Radfahrer um Vorsicht, immerhin gehe es zu Beginn durch die Brandenburger Altstadt, den schwierigsten Streckenteil der Etappe.

Noch einen Schluck aus der Trinkflasche und die Kolonne setzt sich um kurz nach 10 Uhr in Bewegung. Es geht zunächst ins Herz der historischen Havelstadt: vorbei am Paulikloster, der Heimstätte des Archäologischen Landesmuseums, über den Neustädtischen Markt zur St. Katharinenkirche.

Die Fotoapparate der Radler sind schon nach wenigen Metern das angesagteste Utensil auf der Erkundungsreise durch die "Wiege der Mark". Dank des angenehmen Tempos haben alle die Chance, ein Erinnerungsfoto zu schießen.

An Motiven mangelt es nicht. Besonders beliebt: die Roland-Statue vor dem Neustädtischen Rathaus.

Während die Tourteilnehmer durch die Brandenburger Altstadt fahren, wartet an der Regattastrecke am Beetzsee bereits Dieter Mohr. "Ich will erst ab hier mitfahren", erzählt er. Mohr weiß vieles über die berühmte Regattastrecke und aus der Brandenburger Geschichte zu berichten. Deshalb habe er sich die Altstadt gespart, er kenne die Sehenswürdigkeiten. "Doch es ist schön, dass die Tour de MOZ hier lang fährt und Besucher aus anderen Orten unsere tolle Region ein bisschen kennenlernen", erklärt der Lokalmatador lächelnd.

Die Tourgruppe trifft an der Regattastrecke ein - und nutzt die Chance für eine erste Rast. Christa Müller und Christin Steffen sind zufrieden mit dem Verlauf der Etappe. "Alles läuft nach Plan", sagt Christa Müller. "Jetzt geht es fix nach Brielow zur Schwedenlinde." Der Baum in der kleinen Ortschaft, mit seinen mehr als fünfhundert Jahresringen und seinem mächtigen Umfang von 13 Metern, beeindruckt die Radfahrer. Genau wie die alte Bockwindmühle in Ketzür, einen Ort weiter. Hier, an der Hälfte der Wegstrecke angelangt, ist neben der alten Mühle auch das Rathausgebäude ein echter Hingucker. Der Backsteinbau aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts ist ausgestattet im Stil der Renaissance.

Über Lünow und Grabow, entlang des Beetzsees, zwischen Wiesen und Wäldern, geht die Fahrt weiter nach Mötzow. Die wohlverdiente Mittagspause bringt die hungrigen Radler wieder auf Touren. Zuletzt erreicht Ewald Grünemeyer den Ort. Er fährt stets am Ende der Gruppe und achtet darauf, dass alle beisammen bleiben. "Ich bin jetzt schon sieben Jahre dabei, neuerdings auch als Schlussfahrer", sagt er. Besonders wichtig sei es, den Kontakt zu Spitze nicht zu verlieren und ein gemeinsames Tempo zu finden.

Schnell geht es auch weiter. Schließlich wartet noch ein Highlight, welches bereits am Horizont zu sehen ist. Über die Dominsel geht es für die Radler zurück in die BUGA-Metropole Brandenburg. Der Dom St. Peter und Paul gilt als Taufstein der Mark Brandenburg. In diesem Jahr wird der 850. Geburtstag des Sakralbaus gefeiert. Die Tour de MOZ findet im Schatten des Doms ein gelungen Ausklang. Für die meisten Teilnehmer heißt es am Hauptbahnhof wieder Abschied nehmen von Brandenburg und dem Beetzsee. Im Gepäck: ein Lächeln.

Mehr Bilder zum Thema: www.moz.de/fotos

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