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Zweite Auflage der Oder-Welse-Oldtimer-Days lockt Tausende Besucher in das Meyenburger Gewerbegebiet / Lokomotive als besonderer Blickfang

Ein wahres Mekka für Schrauber

Kerstin Unger / 01.09.2015, 06:56 Uhr - Aktualisiert 01.09.2015, 16:37
Berkholz-Meyenburg (MOZ) Zu den größten Besuchermagneten in der Uckermark gehörten am Wochenende die Oder-Welse-Oldtimer-Days. Tausende von Menschen kamen am Sonnabend in das Meyenburger Gewerbegebiet. Vom Traktorpulling bis zum Schaudreschen wurde jede Menge geboten.

Das weiträumige Festgelände bot Platz für zahlreiche Attraktionen. Nach der erfolgreichen Premiere der Oder-Welse-Oldtimer-Days im vergangenen Jahr wurde diesmal noch eins draufgesetzt. Schon zur Mittagszeit tummelten sich mehrere Tausend Besucher im Meyenburger Gewerbegebiet, das zugleich sein 20-jähriges Bestehen feierte.

Der erste Gast reiste bereits am Donnerstag um 15 Uhr aus Märkisch-Oderland an. Am Freitagnachmittag gesellten sich rund 60 Aussteller im Campingbereich dazu. Erst gegen 2.30 Uhr sollen die letzten Teilnehmer des gemütlichen Beisammenseins zur Begrüßung in die Wohnwagen und Zelte gekommen sein. Im Festzelt hatten sie sich bei musikalischer Unterhaltung die schönsten Bilder des Vorjahres in einer Dia-Schau angesehen sowie die Fotos vom Bau der diesjährigen Attraktion, dem Bau des Pullingwagens.

Liebhaber alter Autos, Motorräder und Traktoren kamen beim Oldtimertreffen in Meyenburg auf ihre Kosten.
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2. Oldtimertreffen in Meyenburg

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Die Besucher bestaunten die ausgestellten Zweiräder, Autos, Landmaschinen und Traktoren. Die Eigentümer öffneten nicht nur bereitwillig die Türen ihrer behüteten Babys, sondern ließen auch gerne Blicke unter die Motorhauben zu. Ein Kran mit Besuchergondel ermöglichte einen Blick von oben auf das Gewimmel von Menschen und Technik. Damit fahren die Dachdecker der Firma Lars Bigelmann sonst die Dachsteine auf die Häuser.

Während sich die Gäste im großzügigen Biergarten an den verschiedenen Imbissangeboten vom Fischbrötchen der Angermünder Seenfischerei über Erbsensuppe des DRK oder Leckereien vom Grill des DSV-Catering labten, erfolgte einige Meter weiter der Startschuss zu den Simson-Beschleunigungsrennen.

In der Robur-Schauwerkstatt wurden Motoren zum Laufen gebracht. Auf dem Teilemarkt hielt so mancher Technik-Fan Ausschau nach Zubehör für seine Maschinchen. Am Nachmittag gab es Pokale für die Sieger der Wettbewerbe und der Orientierungsfahrt auf 50 Kilometern durch die Uckermark, bei der Wissenstests und praktische Prüfungen absolviert werden mussten.

Zwischen den tollen, chromglänzenden Schlitten bei den Pkw fiel natürlich die Lokomotive, Baujahr 2010, von Lothar Schüler auf. Die Feldbahn-Dampflok der Marke Eigenbau mit einer Spurweite von 60 Zentimetern hat der Kummerower auf einen Tieflader montiert. "Bis in den 1950er-Jahren war so eine Lok in Babelsberg noch in Gebrauch", erzählt der gelernte Baumaschinist, der seit der Kindheit das Eisenbahnvirus in sich hat.

Mit zehn Fahrzeugen vom Deutz über den Aktivist bis zur Brockenhexe waren die Kunower Treckerfreunde in Meyenburg dabei. "Alle sind zugelassen", berichtete Karl-Heinz Hahn. "Wir waren im vorigen Jahr schon dabei. Hier ist ein gutes Publikum", meinte er. Am 19. September kann man die Maschinen beim Passower Erntefest bewundern und eine Woche später bei der 750-Jahr-Feier in Schwedt.

Begeistert von der Schau war auch Reinhard Möller aus Angermünde, der derzeit an seinem alten Jeep herumschraubt und auf dem Teilemarkt auf der Suche nach Zubehör war. Fündig wurde er hier zwar nicht, aber er freute sich, eine gebrauchte Schieblehre bekommen zu haben. "Für Schrauber ist das hier ein Eldorado", schwärmte er. Auch seine Frau Monika kam bei dem Programm der zweiten Oder-Welse-Oldtimer-Days auf ihre Kosten.

Am Abend spielte die Band Plektrum zum Tanz. Müde, aber zufrieden wurden die letzten Teilnehmer am Sonntag nach dem Frühstück verabschiedet.

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