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Ein Argument für Manker

Beliebt und in bester Lage: Das Gemeindehaus von Manker befindet sich zentral mitten im Dorf. Die Gesamtkirchengemeinde ist mit der Sanierung des großen Gebäudes fertig, in das Pfarrer Martin Meyer einziehen wird
Beliebt und in bester Lage: Das Gemeindehaus von Manker befindet sich zentral mitten im Dorf. Die Gesamtkirchengemeinde ist mit der Sanierung des großen Gebäudes fertig, in das Pfarrer Martin Meyer einziehen wird © Foto: MZV
Judith Melzer-Voigt / 01.09.2015, 18:24 Uhr
Manker (MZV) Wer die Tür des Gemeindehauses von Manker öffnet, der merkt schon: Hier hat sich in den vergangenen Monaten etwas getan. Der Geruch von Farbe und neuen Dielen hängt noch in der Luft. Die Gesamtkirchengemeinde Temnitz hat das Gebäude wieder auf Vordermann gebracht, denn es wird künftig gebraucht: Der neue Pfarrer Martin Meyer wird dort einziehen.

Joachim Pritzkow, der Vorsitzende des Gesamtgemeindekirchenrates, macht keinen Hehl aus seinem Stolz, wenn er Besucher durch das sanierte Gemeindehaus in Manker führen kann. Er zeigt gern, was mit dem Geld, das in die Arbeiten geflossen ist, geschafft wurde. Rund 300 000 Euro hat die Gemeinde für die Sanierung des Hauses eingeplant. Verbraucht wurden sie nicht ansatzweise, auch wenn es doch eine sechsstellige Summe war, die in das Vorhaben investiert wurde.

Der Aufwand, der betrieben wurde, ist vor allem im Inneren des Gebäudes sichtbar. Fußböden wurden abgeschliffen oder - wenn der Untergrund zu mitgenommen war - komplett neu verlegt. Das ist schon im Eingangsbereich zu sehen. Von dort aus geht es nach rechts in die Privatwohnung des Pfarrers, nach links in den Gemeindebereich. Pritzkows Führung beginnt rechts. Über einen Flur geht es über schwarze Steinfliesen vorbei an einem sanierten Bad direkt in die rund 30 Quadratmeter große Wohnküche. Der Fliesenspiegel ist neu, die Fenster sind auf Vordermann gebracht worden. "Sie waren teilweise durchgefault", erklärt Joachim Pritzkow. Die Heizung im Haus wurde ebenfalls erneuert.

Von der Wohnküche geht es weiter in das Wohnzimmer, bevor der Aufstieg ins Obergeschoss beginnt: Dort befinden sich weitere private Räume, das Eltern- und drei Kinderschlafzimmer sowie ein großes Bad. Diese Räume wird Pfarrer Martin Meyer auch brauchen. Laut Pritzkow hat er bereits zwei Kinder, ein drittes wird voraussichtlich im November geboren. Sollte die Familienplanung damit noch nicht abgeschlossen sein, ist auch das kein Problem: Es gibt im Obergeschoss des Gemeindehauses noch Erweiterungsmöglichkeiten. Dort befinden sich Räume, die nur durch eine verschließbare Tür von den anderen getrennt sind und noch nicht saniert wurden.

Von November 2014 bis Juni dieses Jahres waren die Bauarbeiter vor Ort, erklärt Joachim Pritzkow, während er wieder ins Erdgeschoss geht. "Wir hatten ja keinen zeitlichen Druck", sagt er. Es war klar, dass Pfarrer Wolfgang Rein in den Ruhestand gehen wird, jedoch erst im Oktober 2015. Bis dahin hatte die Gesamtkirchengemeinde Luft, um ein Zuhause für seinen Nachfolger zu gestalten - und diesen überhaupt erst einmal zu suchen. Martin Meyer hat sich sozusagen im letzten Moment in Temnitz beworben. "Und dieses Haus war ein Pfund, mit dem wir wuchern konnten", ist sich der Vorsitzende des Gesamtgemeindekirchenrates sicher.

Wer wieder im Erdgeschoss des Gebäudes angelangt ist, hat die rund 180 Quadratmeter große Pfarrwohnung endgültig hinter sich gelassen und wendet sich schließlich dem Part zu, der für die Gemeindearbeit gedacht ist. Auch dort hat sich einiges getan: Eine kleine Küche wird derzeit aufgebaut. Zwei Bäder sind entstanden. Dazu ein neuer Anstrich im Gemeinderaum: Ein helles Grau wurde genutzt, an einer Stelle ist auch noch die historische Gestaltung zu sehen, die sehr viel pompöser wirkte. Auch ein Arbeitszimmer wird Martin Meyer in diesem Bereich haben, um ungestört seinem Beruf nachgehen zu können.

Bislang wollte Pritzkow den Einsatz des 37-Jährigen nicht endgültig bestätigen - der Kreiskirchenrat hat noch nicht zugestimmt. Doch aufmerksame Spaziergänger in Manker entdecken im Info-Kasten am Gemeindehaus schon den aktuellen Gemeindebrief, in dem sich Meyer vorstellt. "Ich werde ab 1. Oktober Pfarrer in der Gesamtkirchengemeinde Temnitz sein", heißt es da. Daher legt auch Pritzkow seine Vorsicht etwas ab: Meyer werde eine 25-Prozent-Stelle in Temnitz besetzen. Die restlichen 75 Prozent seiner Arbeitszeit widmet er sich dem Religionsunterricht, unter anderem an der Evangelischen Schule in Neuruppin.

Meyer selbst gibt noch etwas mehr über sich preis: Er ist in Radebeul geboren und in einem kleinen Dorf in der Nähe von Dresden aufgewachsen. Nach dem Zivildienst hat er in Dresden Theologie studiert. Als sein Vikariat zu Ende war, wurde er nach Kronstadt in Rumänien entsandt, wo er vorher auch schon ein Praktikum absolviert hatte.

Einen Blick in das Pfarrhaus in Manker können Besucher am Sonntag, 4. Oktober, werfen. Um 14 Uhr beginnt dann im Dorf der Erntedankgottesdienst, in dessen Zuge das Gemeindehaus eingeweiht wird. Zum Einführungsgottesdienst von Martin Meyer sind Gäste für Sonntag, 15. November, ab 14 Uhr in die Kirche nach Dabergotz eingeladen. Pfarrer Wolfgang Rein wird am Sonntag, 8. November, verabschiedet - ab 14 Uhr im Gotteshaus in Walsleben.

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