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Fahrrad-Museum für Herzhorn

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CHENDRICHN / 14.05.2008, 08:19 Uhr
Herzhorn () Vor einem halben Jahr kaufte die Gemeinde Reichenow-Möglin das große Garagen-Gebäude in Herzhorn, um es zu sanieren. Entstehen soll hier ein Festsaal oder vielleicht ein Fahrrad-Museum. Doch das Gebäude ist verfallener als gedacht.

Erschrocken waren die Gemeindevertreter, als sie sich auf ihrer jüngsten Sitzung das Gebäude in Herzhorn ansahen. Eine Schneelast vor Jahren hat das Dach eingedrückt, die Binder sind völlig verzogen. Obwohl die Feuerwehrleute begonnen haben, die Reste der Deckenplatten aus Gips herauszunehmen und den vielen Schutt auszuräumen, sah es trotzdem extrem verfallen aus. Leitungen hingen aus den Wänden und von der Decke, die Räume sind unverputzt, der Boden löchrig.

"Unsere erste Überlegung war, das mit wenigen Handgriffen zu machen", sagte Bürgermeister Wolf-Dieter Hickstein. Doch nach der Begehung war klar: Hier müssen Fachleute ran. Der Dachstuhl muss unter anderem erneuert werden. "Der Sanierungsaufwand ist für die Gemeinde alleine nicht zu stemmen", so der Bürgermeister.

Die Gemeinde hatte den Baracken-Komplex, in dem auch mal ein Konsum war, mit 1000 m² Grundstück Ende 2007 für etwa 15 000 Euro gekauft. "Uns ging es auch um den Weg, den wir öffentlich halten wollten", so der Bürgermeister. Im vorderen Teil sind das Gemeindebüro und das Feuerwehrfahrzeug untergebracht. Die Feuerwehr-Männer und -Frauen haben aber zu wenig Platz, so müssen sich beide gemeinsam umziehen. Sie könnten eine Teil des Gebäudes nutzen. Andere Vorschläge machte Bürgermeister Wolf-Dieter Hickstein auf der Gemeindevertretersitzung. "Ich könnte mir eine Art Kulturzentrum vorstellen", sagte er. So könnte aus dem großen Raum ein Festsaal für 100 Personen werden, denn der Gemeinderaum fasse nur 20 Personen.

Zudem kenne er jemanden, der alte Fahrräder sammelt. "Wir liegen nahe beim Radweg. Man könnte über ein Fahrrad-Museum nachdenken", so Hickstein. Der Radweg der Tour Brandenburg liege nur zwei Kilometer entfernt. "Wir wollen Herzhorn von den touristischen Möglichkeiten nicht abnabeln", so der Bürgermeister. Finanziert werden kann dies nur über eine Förderung, etwa das "Leader"-Programm. Das würde für die Gemeinde einen Eigenanteil von nur 25 Prozent bedeuten.

Auch über einen kleinen Jugendraum und eine gastronomische Versorgung könne man nachdenken, so der Bürgermeister. Jetzt will er mit dem Ingenieurbüro Schindler aus Berlin erst einmal eine Gesamt-Konzeption erarbeiten.

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