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Hoch-Zeit bei der Apfelernte

Macht Spaß: Katrin Bertram war bei dem schönen Wetter am Mittwoch aus Zepernick nach Elisenau gekommen, um sich frische Äpfel zu pflücken. Bis Mitte Oktober haben die Liebhaber der gesunden Früchte dazu noch die Möglichkeit.
Macht Spaß: Katrin Bertram war bei dem schönen Wetter am Mittwoch aus Zepernick nach Elisenau gekommen, um sich frische Äpfel zu pflücken. Bis Mitte Oktober haben die Liebhaber der gesunden Früchte dazu noch die Möglichkeit. © Foto: Rudi Meitner
Kai-Uwe Krakau / 30.09.2015, 22:00 Uhr
Elisenau (MOZ) Äpfel stehen in diesen Wochen wieder hoch im Kurs, denn es ist Herbst- und damit Erntezeit. Wer die gesunden Früchte frisch vom Baum möchte, kann sie auch selbst pflücken.

"Schöner kann das Wetter doch nicht sein", sagt Bernhard Licht und schaut in den Himmel. Die Sonne strahlt, nur ein paar Schleierwolken ziehen vorüber. Die Temperaturen liegen am späten Mittwochvormittag am Helenenauer Weg in Elisenau schon bei 14 Grad Celsius. Auf dem Parkplatz vor der Plantage stehen die Autos dicht nebeneinander. Einige von ihnen haben ein Barnimer Kennzeichen, die meisten Fahrzeuge kommen jedoch aus Berlin. "Wir haben es uns schon einige Tage vorgenommen, nach Elisenau zu fahren", sagt Licht, der mit seiner Frau Eva in Weißensee zu Hause ist. Da der Wetterbericht erfreuliche Aussichten versprach, habe man sich nun kurzentschlossen auf den Weg gemacht. "30 Kilogramm werden wir pflücken", sagt Licht. Die Weißenseer wollen die Früchte vor allem einlagern. "Vielleicht gibt es aber auch einen Kuchen", lässt Eva Licht durchblicken.

Auf siebeneinhalb Hektar stehen bei der Pomona Gartenbau GmbH & Co. KG die Apfelbäume auf der Plantage. "Rund 20 Sorten sind es", berichtet Betriebsleiter Martin Nagel. Die größte Fläche nimmt dabei der Elstar ein. Der Apfel ist saftig, leicht säuerlich und bei den Kunden sehr beliebt. Zu den weiteren Sorten gehören Rubinette, Pinova, Topaz und Goldparmäne.

"Das Wetter war in diesem Jahr in Ordnung", blickt der Gartenbauingenieur zurück. Die Blüten blieben im Frühjahr von Frost verschont, dafür war es aber insgesamt zu trocken. "Wir müssen die Plantagen deshalb natürlich bewässern", so Nagel. In diesem Jahr wurden darüber hinaus auch alte, lange nicht mehr genutzte Rohrleitungssysteme wieder aktiviert. Auch der bei Obstbauern gefürchtete Hagel machte um Elisenau glücklicherweise einen großen Bogen.

"Anfang September konnten wir mit der Selbstpflücke beginnen", sagt Nagel. Ein im Vergleich "normaler" Termin. Bis Mitte Oktober werde die diesjährige Saison dauern, schätzt der Gartenbauingenieur. Die frühen Sorten sind bereits vom Baum, als letztes wird traditionell der Braeburn geerntet. Ein Kilogramm Äpfel kostet 1,20 Euro. Wer mehr als 20 Kilogramm mitnimmt, zahlt einen Euro pro Kilogramm.

Die gesunden Früchte werden bei Pomona nur über die Selbstpflücke und den Hofladen vermarktet. "Wir wollen den direkten Kontakt zu den Kunden", sagt Geschäftsführer Reiner Matthes. Diese wiederum schätzten es, wenn sie probieren, vergleichen und manchmal auch ein Schwätzchen mit den Obstbauern halten könnten.

Einige alte Bäume hat Matthes kürzlich schon aus der Plantage herausnehmen lassen. "Wir wollen jährlich etwa zehn Prozent des Bestandes erneuern", so der Diplom-Betriebswirt. Als Obstbauer müsse man auch an die Zukunft denken.

Mit den anderen Kulturen, es werden in Elisenau unter anderem auch Pflaumen, Kirschen und Erdbeeren angebaut, war Matthes dieses Jahr ebenfalls zufrieden. "Es war ein durchschnittliches Jahr".

Vera und Horst Schlänger ziehen ihren Bollerwagen mit den Äpfeln zur Kasse. "Es macht einfach Spaß", sagen die beiden 81-Jährigen Berliner. Außerdem wollen sie Frisches aus der Region. "Äpfel aus Neuseeland kommen bei uns nicht ins Haus".

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