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Klein Muckrower Kirche offiziell eingeweiht / Generalsuperintendent Martin Herche hielt Predigt

Ein Ort zum Gotteslob und Dank

Cindy Teichert / 05.10.2015, 07:30 Uhr
Klein Muckrow (MOZ) Am Erntedankfest bedankte man sich nicht nur für die Gaben der Ernte, sondern auch dafür, dass es einen Ort gibt, um christliche Traditionen zu begehen. Mit einem Festgottesdienst wurde die Dorfkirche nach mehrjähriger Bauzeit wieder ihrer Bestimmung übergeben.

Weit über hundert Gäste sind der Einladung des Förderverein Dorfkirche Klein Muckrow und der evangelischen Kirchengemeinde Lieberose und Land gefolgt, um bei dem feierlichen Akt dabei zu sein. Gespannt warteten sie auf der Kirchwiese auf den Einlass zum Gotteshaus. Doch zuvor bat Pfarrerin Susanne Brusch die Anwesenden ihr und Martin Herche, dem Generalsuperintendent des Sprengel Görlitz, in einer Prozession einmal um die Kirche zu folgen. Wieder vor der Tür angekommen durchschnitten die beiden Geistlichen gemeinsam mit Eberhard Grünberg, dem Vorsitzenden des Fördervereins symbolisch ein Band, bevor sich die schwere Stahlpforte mit dem Lichtkreuz öffnete und die Besucher mit dem Gesang des Beeskower Männerchores begrüßt wurden.

"Es ist herrlich zu sehen, wie voll diese Kirche ist", freute sich die junge Pfarrerin über das große Interesse. Alle 97 Plätze waren besetzt und viele Besucher blieben stehen oder nahmen draußen auf der Wiese Platz, denn der Gottesdienst war über Lautsprecher auch dort zu hören. Die warme Herbstsonne strahlte durch die großen Kirchenfenster und rückte die zahlreichen Erntedankgaben der Dorfbewohner ins rechte Licht. Reichlich Obst und Gemüse, Kartoffeln, Eier, Konserven, Mehl, Zucker, Kaffee und auch Geldspenden - über all das darf sich die Samariteranstalt Neuendorf freuen. In der Kirche erfreute man sich indes an dem Erreichten der letzten Jahre. Auch Generalsuperintendent Herche war in seiner Predigt voll des Lobes. Bereits vor vier Jahren war er schon einmal zum Erntedankgottesdienst in der damals noch schiefen Klein Muckrower Kirche. "Was haben sie seitdem alles geschafft. Ich danke allen, die mit Optimismus und Leidenschaft, mit Zeit, Geld und Kraft sich für die Sanierung der Kirche eingesetzt haben", sagte er. "Deutschland braucht auch in Zukunft Kirchen, denn es ist gut, einen Ort zum Gotteslob und zum Danken zu haben", so der Leiter unseres Sprengels.

Auch der Fördervereinsvorsitzende Eberhard Grünberg kam während des Gottesdienstes zu Wort. Er bedankte sich bei den Einwohnern des Dorfes für den tatkräftigen Einsatz, bei dem großen Projekt. "Noch nie habe ich so viele freundliche und fröhliche Gesichter bei der Arbeit gesehen", sagte er. Diese wird er sicher noch oft sehen, denn abgeschlossen ist die Sanierung mit der Einweihung noch nicht.

Nach dem Gottesdienst waren die Anwesenden zu einem gemütlichen Beisammensein auf die Kirchwiese geladen. Unter ihnen auch Brigitte Hartung aus Beeskow. Viele Jahre hat sie die Gemeinde als Pastorin betreut und pflegt nach wie vor einen engen Kontakt. "Ich fühle mich hier immer noch zu Hause und das ist meine Kirche", sagte sie sichtlich bewegt.

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