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Anwohner in Hobrechtsfelde befürchten Großveranstaltungen

Bürgerinitiative sucht den Dialog

Olav Schröder / 08.10.2015, 04:45 Uhr
Hobrechtsfelde (MOZ) Das Interesse an einem Dialog mit der Gemeinde Panketal, dem Naturpark Barnim und dem Förderverein zur weiteren Entwicklung von Hobrechtsfelde hat Andreas Bossmann gegenüber den Mitgliedern des Panketaler Ortsentwicklungsausschuss noch einmal unterstrichen.

Als Mitglied der im Mai gegründeten Bürgerinitiative Hobrechtsfelde verweist Andreas Bossmann auf die Befürchtungen vieler Anwohner, dass der kleine Ort überlastet wird, wenn die Pläne für ein "Mustergut Hobrechtsfelde" in der vorliegenden Form verwirklicht werden.

Die Initiative verstehe sich nicht als "Nein-Sager", bekräftigte Andreas Bossmann. Unter einem "Dialog" verstehe sie, dass die Bürger an der Planung mitwirken können. So seien eigene Vorschläge von den Bürgern zu erwarten. Die Initiative strebe eine kleinteilige und ortsverträgliche Entwicklung an.

Im Frühjahr waren die Pläne für das "Mustergut Hobrechtsfelde" vorgestellt worden. So sollen im Speicher eine gastronomische Einrichtung mit Terrasse, Seminar- und Tagungsräume samt Aussichtsplattform entstehen. Ein Gewächshaus, ein Hofladen, weitere Läden zur Veredelung regionaler Produkte und Urban Gardening (Gartenbau auf vermieteten Kleinflächen) sollen hinzukommen. Die Realisierung soll über mehrere Jahre hinweg erfolgen - in Abhängigkeit von der Bewilligung von vor allem europäischen Fördermitteln. Während die Initiatoren an einen steten, aber überschaubaren Besucherzuspruch denken und von kleineren, über das Jahr verteilte nicht-kommerzielle Veranstaltungen ausgehen, befürchtet die Initiative auch unakzeptable Großveranstaltungen, vor allem in den Sommermonaten. Zugeparkte Straßen, Lärm und Müll in den Gärten seien schon jetzt bei größeren Veranstaltungen wie der Walpurgisnacht die Folge, sagte Andreas Bossmann. Daran würden auch die beiden vorgesehenen großen Parkplätze an den Ortseingängen nichts ändern. So sei eine bessere Anbindung Hobrechtsfeldes an den ÖPNV vor allem an Wochenenden erforderlich. Andreas Bossmann begrüßte es, dass eine Boxveranstaltung gerichtlich bis um 22 Uhr begrenzt wurde und das Ordnungsamt die Auflagen kontrolliert habe. Ein Gespräch mit dem Bürgermeister habe gezeigt, dass sich ihre Ziele gar nicht so sehr unterscheiden würden. Es sei aber zu befürchten, dass sich Großveranstaltungen in einem schleichenden Prozess etablieren würden.

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