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Baracken für Flüchtlingsheim bleiben leer

Wiebke Wolleck / 28.10.2015, 06:34 Uhr
Freudenberg (MOZ) Das Thema Flüchtlinge beschäftigt zur Zeit ganz Europa. Je mehr Menschen ins Land kommen, desto drängender wird auch in Freudenberg die Frage, wie es um die geplante Asylunterkunft auf dem ehemaligen Militärgelände steht. Thomas Berendt, Pressesprecher des Landkreises Märkisch-Oderland, teilte am Dienstag mit, dass vorerst keine Flüchtlinge in Freudenberg einziehen werden. "Bislang ist nicht klar, wann, viele viele und ob überhaupt Flüchtlinge nach Freudenberg kommen", sagte Berendt.

Auch die Gemeinde Beiersdorf-Freudenberg ist bemüht, die Einwohner regelmäßig auf den neuesten Stand bezüglich der Flüchtlinge zu bringen. So ist auch in der nächsten Sitzung, die am 5. November um 19 Uhr stattfindet. Auch Karin Richter von der Amtsverwaltung Falkenberg-Höhe ist noch kein neuer Sachstand bekannt. Weil das Thema immer wieder die Gerüchteküche anheizt und in der Vergangenheit häufig Unmut geäußert worden war, informiert die Gemeinde schon seit Monaten in jeder Sitzung der Gemeinde über die aktuelle Lage. "Wir nehmen die Sorgen sehr ernst", äußerte Amtsdirektor Holger Horneffer bereits vor Wochen.

Er steht im regelmäßigen Kontakt mit Vizelandrat Lutz Amsel, um die Freudenberger auch in Zukunft zeitnah über die einzelnen Planungsschritte zu unterrichten.

Seitdem die Einwohner mitbekamen, dass zwei Baracken auf dem einstigen Militärgelände im Wald hergerichtet werden, ist die Befürchtung groß, dass schon bald mehrere Hundert Flüchtlinge dort einziehen werden. Doch der Kreis hat bislang noch gar keine Baugenehmigung erteilt. Solange das Genehmigungsverfahren nicht abgeschlossen ist, gibt es keine baurechtliche Grundlage und damit auch keinen Einzugstermin für Flüchtlinge.

Aus Sicht des Landkreises kann allerdings auch nicht ausgeschlossen werden, dass irgendwann Flüchtlinge nach Freudenberg kommen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Sicherheit bei der Nutzung der Objekte gewährleistet wird. Dabei gehe es nicht nur um die Wasserversorgung, sondern auch um den Brandschutz.

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