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Altbarnimer Verein kooperiert enger mit zwei großen polnischen Partnern

Reiter nehmen Grenzhürde

Partnerschaft vereinbart: Krzysztof Kalisznuk, Präsident des Reitverbandes Lebuser Land (Lubuskie, 2. v.l.)  mit Gerhard Mielenz, Lisa Rückheim und Werner Mielenz (v.l.) vom Altbarnimer Reitverein
Partnerschaft vereinbart: Krzysztof Kalisznuk, Präsident des Reitverbandes Lebuser Land (Lubuskie, 2. v.l.) mit Gerhard Mielenz, Lisa Rückheim und Werner Mielenz (v.l.) vom Altbarnimer Reitverein © Foto: Ulf Grieger
Ulf Grieger / 12.11.2015, 19:02 Uhr
Altbarnim (MOZ) Der Altbarnimer Reitverein will seine Kontakte zu den polnischen Vereinen in Przylep (Schertendorf) und Drzonkow (Drentkau) intensivieren. Darüber haben sich Vorstandsmitglieder am Donnerstag mit Krzysztof Kaliszuk, Vizebürgermeister von Zielona Gora (Grünberg) verständigt.

Hohen Besuch konnten Gerhard und Werner Mielenz sowie Lisa Rückheim am Donnerstag auf der Altbarnimer Reitsportanlage empfangen. Mit Krzystof Kaliszuk hatten sie nicht nur den Vorsitzenden der beiden befreundeten Reitvereine "Flugplatz Przylep" und "Zielona Gora Drzonkow" zu Gast, sondern auch den Präsidenten des Verbandes der Reiter der gesamten Wojewodschaft Lubuskie. Kaliszuk, er ist auch Vizebürgermeister der Wojewodschaftshauptstadt Grünberg, machte denn auch deutlich, dass er den Besuch in Altbarnim zugleich als ein Angebot an alle Reitsportfreunde und Vereine in der deutschen Nachbarregion Oderland-Spree versteht, die bestehenden Kontakte auszubauen und neue zu knüpfen.

"Der Reitsport wird immer mehr zum Wirtschaftsfaktor. Das sieht auch unsere Regierung in Warschau so. Deshalb ist in dieser Woche ein neuer Ausbildungsberuf eingerichtet worden: der des Reiters." Während bisher lediglich Pferdezüchter ausgebildet wurden, sollen künftig Fachleute für das Zureiten und die Wettkampfvorbereitung im Reitsport ihr Handwerkszeug gründlich erlernen. Die praktische Ausbildung erfolgt im Reitzentrum Drzonkow.

Vereinsvorsitzender Werner Mielenz war stolz, dem polnischen Gast die in diesem Jahr errichtete Terrasse am Schiedsrichtertum zeigen zu können. Und auch der Turm selbst bietet jetzt dank EU-Förderung bessere Arbeitsbedingungen bei Wettkämpfen.

"Zehn Jahre lang hatten wir uns um den Aufbau polnischer Partnerbeziehungen bemüht", gab Mielenz einen kleinen Rückblick. Doch meist seien die angebahnten Kontakte daran gescheitert, dass Neutrebbin an der Grenze der beiden EU-Förderregionen Viadrina und Pommerania liegt. Bei einem Turnier in Münchehofe sei dann der Kontakt mit den beiden Vereinen aus den Ortsteilen von Zielona Gora entstanden.

"Es ist ein Glücksfall. Wir verstehen uns prächtig und alle Absprachen laufen super", machte der Gastgeber den Partnern ein Kompliment. Dank der Viadrina-Förderung habe es bereits 2014 ein gemeinsames Dressur-Training sowie die Teilnahme an den Turnieren beim Partner gegeben. "Der Schwerpunkt liegt auf dem Dressurbereich, weil unsere Partner wissen wollen, worauf die deutschen Schiedsrichter Wert legen. Deshalb hatten wir Schiedsrichter dazu geladen" erklärte Mielenz. Er hat vor 15 Jahren im 1923 gegründeten Verein "Kronprinz Wilhelm" das Ruder übernommen.

Die Altbarnimer schwärmen von den guten Bedingungen ihrer Partnervereine, die aber auch weitaus mehr Mitglieder haben. Insbesondere die hervorragend organisierten Turniere in Drzonkow, für die der Star-Parcourgestalter Wolfgang Meyer die Wettkampfstätte gestaltet, begeistern die internationale Reiterschaft. Werner Mielenz verhehlt nicht, dass auch die vier Hektar große Altbarnimer Reitanlage durchaus Potentiale für eine Gestaltung hat. Dank der guten deutsch-polnischen Kontakte stünden die Voraussetzungen für eine EU-Förderung gut. Obwohl Grünberg zum Förderbezirk "Spree-Neiße-Bober" gehört.

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