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Luxusquartier in acht Metern Höhe

Willkommen: Gerhard Lang zeigt den Laufsteg des frisch im Spritzenhaus eingebauten Eulenkastens. Die Hoffnung ist groß, dass Eule oder Kauz die Wohnung annehmen. Anders als der Storch, der zum Bedauern vieler einen großen Bogen um das Nest auf dem Ziegele
Willkommen: Gerhard Lang zeigt den Laufsteg des frisch im Spritzenhaus eingebauten Eulenkastens. Die Hoffnung ist groß, dass Eule oder Kauz die Wohnung annehmen. Anders als der Storch, der zum Bedauern vieler einen großen Bogen um das Nest auf dem Ziegele © Foto: MOZ/Margrit Höfer
Margrit Höfer / 21.11.2015, 06:50 Uhr
Lichtenow (MOZ) Die Augen der Lichtenower werden sich spätestens ab dem Frühjahr intensiver auf das ehemalige Spritzenhaus an der Dorfkirche richten. Dort, in etwa acht Metern Höhe, ist auf der Ostseite eine hölzerne Konstruktion zu erkennen. "Das ist ein Eulenkasten, den wir ganz frisch eingebaut haben", sagt Gerhard Lang.

Der passionierte Taubenzüchter hat sich mit dem Fledermausexperten Rudolf Herter aus Kagel zusammengetan und gemeinsam haben die beiden getüftelt, was wohl Herrn und Frau Eule bzw. Kauz gefallen könnte. Die Schleiereule beispielsweise mag es während der Brutzeit gern etwas dunkler, deshalb sind zwei Kammern entstanden.

Lang und Herter sowie auch Ortsvorsteher Herbert Peschke hoffen, dass im kommenden Jahr Schleiereule oder Waldkauz die neue mit Sägespänen gefüllte Wohnung in den Maßen 60 Zentimeter breit, 50 tief und 40 hoch entdecken und beziehen. Die Eulenkastenbauer haben zur besseren Belüftung zudem Lamellen eingebaut. "Das Problem ist, dass immer mehr Scheunen abgerissen oder abgedichtet werden und diese Tiere deshalb keinen natürlichen Wohnraum mehr finden", weiß Peschke, der den Bau mit Freude beobachtet hat. Dass Lichtenow ein bevorzugter Wohnort für solche Tiere ist, haben die Anwohner des Baumes deutlich bemerkt, den sich ein Waldohreulenpaar an der Dorfstraße ausgesucht hatte. Der Gehweg vorm Haus war mit Gewölle und Kot ordentlich verdreckt.

Wer vom Kirchhof aufs Spritzenhaus schaut, entdeckt oben eine Laufstange, auf der die Eltern dann später die Jungtiere füttern können. Wenn, ja wenn, die Wohnung angenommen wird.

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